Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Ei-Allergie bei Kindern auf Dauer geheilt

Aktuelles

Hartgekochtes und geköpftes Frühstücksei

So ein leckeres Frühstücksei war für Hühnerei-Allergiker bisher tabu. In einer Studie ist es nun gelungen, dass Kinder mit Ei-Allergie Eier in Maßen vertragen haben.
© PhotoSG - Fotolia

Fr. 20. Juli 2012

Studie: Ei-Allergie bei Kindern auf Dauer geheilt

Etwa 2,5 Prozent aller Kinder leiden unter einer Hühnerei-Allergie. Ihre einzige Option war bisher, Speisen, die Eier enthalten, komplett zu vermeiden. Forschern von der Universität von North Carolina, USA, ist es nun gelungen, Kindern erfolgreich eine Eier-Toleranz anzutrainieren.

Anzeige

Für die Studie erhielten 55 Kinder mit Hühnerei-Allergie über mehrere Wochen hinweg zunehmende Mengen eines Ei-Pulvers unter ihre Mahlzeiten gemischt. Durch die geringen, aber steigenden Mengen konnten sich die Körper der Kinder langsam an das Hühnereiweiß gewöhnen. Die Kinder wurden von Medizinern überwacht, um mögliche allergische Reaktionen direkt behandeln zu können. Nach 22 Wochen konnten drei Viertel der Kinder fast zwei ganze Eier auf einmal essen ohne nennenswerte Nebenwirkungen zu erleiden.

Der Effekt war jedoch nicht bei allen Studienteilnehmern von Dauer. Etwa einen Monat nach Studienende und damit auch der Ei-Diät konnte aber dennoch ein Drittel der Kinder problemlos Eier essen und galt damit als allergiefrei.

Allergischen Menschen schrittweise höhere Dosen eines Allergie-auslösenden Stoffes zu verabreichen, ist keine neue Idee. Dass die sogenannte orale Immunotherapie aber auch bei Hühnereiweiß funktioniert hat, stimmt die Wissenschaftler optimistisch, dass bald eine Behandlung zur Verfügung steht. Allerdings warnen sie davor, das Studienprozedere in Eigenregie auszuprobieren. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht.

FW/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Psychische Probleme bei Jugendlichen

Wann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen Placebos besser helfen als Antidepressiva.

Schlechte Zähne werden nicht vererbt

Forscher haben geprüft, was am stärksten die Zahngesundheit beeinflusst.

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Glaukom: Implantate gegen Erblindung

Grüner Star kann seit kurzem mit einer minimal-invasive Operation behandelt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen