Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Energy-Drinks gut fürs Herz

Aktuelles

Dose mit Energy-Drink

Volle Power - auch fürs Herz.
© anamorphicfilms - Fotolia

Mo. 27. August 2012

Energy-Drinks gut fürs Herz

Der Markt an Energiegetränken ist in den letzten Jahren geradezu explodiert. Für einen italienischen Forscher Grund genug, die Herz-Wirkung der anregenden Limonaden zu testen. Sein Ergebnis: Energy-Drinks verbessern die Herzfunktion.

Energy-Drinks enthalten in der Regel Koffein und Taurin und sollen die Leistung steigern und anregend wirken. Viele Menschen trinken sie daher, um einen nächtlichen Lern-Marathon durchzustehen, morgens in die Gänge zu kommen oder beim Sport an ihre Grenzen gehen zu können.

Da Koffein den Blutdruck steigert und dem Taurin nachgesagt wird, auf Muskelzellen zu wirken, hat der italiensche Herz-Forscher Dr. Matteo Cameli von der Universität von Siena es für überfällig gehalten, die genaue Wirkung der Energy-Drinks auf das Herz zu prüfen. Im Rahmen seiner Studie erhielten 35 gesunde Studienteilnehmer – im Mittel 25 Jahre alt – ein exakt nach ihren Körpermaßen dosiertes Volumen eines Energy-Drinks. Daraufhin untersuchte Cameli bei den Probanden die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Funktion der beiden Herzkammern mithilfe eines Herz-Ultraschalls.

Anzeige

Das Ergebnis: Während die Herzfrequenz durch den Konsum eines Standard-Energy-Drinks nicht verändert wird, steigt der untere oder auch diastolische genannte Blutdruckwert leicht an. Die Funktion sowohl der linken als auch der rechten Herzkammer wird verbessert. Cameli vermutet, dass für diese Verbesserung das Taurin verantwortlich ist. Es helfe dem Herzmuskel dabei, sich zusammenzuziehen.

Der Forscher schränkt allerdings ein, dass er die positive Wirkung von Energy-Drinks mit dieser Studie nur für junge und gesunde Menschen gezeigt habe. In folgenden Untersuchungen will Cameli noch die Langzeitwirkung der Energy-Drinks testen und prüfen, wie sich der Konsum auf körperlich aktive Menschen und auf herzkranke Patienten auswirke. Die Ergebnisse präsentierte der Herzforscher auf einem Treffen der Europäischen Herzgesellschaft in München.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Psychische Probleme bei Jugendlichen

Wann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen Placebos besser helfen als Antidepressiva.

Schlechte Zähne werden nicht vererbt

Forscher haben geprüft, was am stärksten die Zahngesundheit beeinflusst.

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Glaukom: Implantate gegen Erblindung

Grüner Star kann seit kurzem mit einer minimal-invasive Operation behandelt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen