Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Immunzellen können vor MS schützen

Aktuelles

Drei junge Frauen

Oft sind es noch junge Erwachsene, bei denen Multiple Sklerose auftritt. Frauen sind dabei häufiger betroffen.
© auremar - Fotolia

Fr. 24. August 2012

Immunzellen können vor Multipler Sklerose schützen

Mainzer Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte Zellen des Immunsystems, die dendritischen Zellen, anders als bisher gedacht vor Multipler Sklerose (MS) schützen könnten. Bisher nahmen Experten an, dass diese Zellen die Entstehung der Krankheit eher begünstigen.

Anzeige

Multiple Sklerose ist eine Krankheit des Nervensystems. Wie es genau dazu kommt, ist noch nicht entschlüsselt. Klar ist nur, dass die körpereigene Immunabwehr die Nervenzellen angreift. Für Hauptübeltäter bei diesem Vorgang hielt man bisher die dendritischen Zellen. Bei Untersuchungen an Mäusen mit einer MS-ähnlichen Krankheit fand ein Forscherteam aus Mainz jedoch heraus, dass sich die Krankheit sogar noch verstärkte, wenn die Menge an dendritischen Zellen verringert wurde. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die dendritischen Zellen eher eine Schutzfunktion haben und die Autoimmunreaktion mildern können, schreiben die Mediziner im Wissenschaftsjournal Immunity. Die Injektion dieser Zellen könnte demnach einen neuen Behandlungsansatz darstellen, so ihre Hoffnung.

Multiple Sklerose wird allgemein als chronische Autoimmunkrankheit verstanden, die häufig erstmals bei jungen Erwachsenen auftritt. Meist sind Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark betroffen. Die Krankheit kann sich zu Beginn sehr unterschiedlich manifestieren. Erkrankte haben häufig Probleme, Bewegungsabläufe zu koordinieren, leiden unter allgemeiner Schwäche, Sensibilitätsstörungen oder Sehstörungen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Ausdauertraining schärft den Verstand

Das gilt auch für junge Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Wer Sport treibt, isst gesünder

Forscher haben einen interessanten Zusammenhang gefunden.

Schlafmangel macht schmerzempfindlich

Wer nicht ausreichend schläft, empfindet Schmerzen sehr viel stärker.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen