Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Passiv Rauchen schadet Kindern

Aktuelles

Rauchende Mutter steht am Bett ihres Kindes

Kinder von Rauchern leiden gleich doppelt unter dem Qualm: zum einen leiden sie häufiger unter Krankheiten der Atemwege, zum anderen ist es wahrscheinlicher, dass sie später im Leben selbst das Rauchen beginnen.
© dalaprod - Fotolia

Di. 21. August 2012

Kinder: Passiv Rauchen schwächt Hustenreflex

Passiv Rauchen beeinträchtigt den lebenswichtigen Hustenreflex von Kindern. Sie reagieren weniger sensibel auf Reizstoffe aus der Umwelt, was sich schlecht auf die Atemwege auswirken kann, berichten Forscher aus den USA im Fachjournal Tobacco and Nicotine Research.

Anzeige

Normalerweise schützt Husten die Lunge vor schädlichen Umweltstoffen, wie zum Beispiel Chemikalien oder Staub. Leben Kinder jedoch in einem Elternhaus, in dem mindestens ein Elternteil raucht, wird dieser Reflex abgeschwächt, so das Ergebnis der Studie. Die Forscher hatten untersucht, wie sich das Einatmen des Reizstoffs Capsaicin, dem scharfen Bestandteil von Chilis, auf den Hustenreflex von 38 Kindern zwischen zehn und 17 Jahren aus Raucher- und Nichtraucherfamilien auswirkte. Kinder, die zu Hause regelmäßig passiv mitrauchten, benötigten die doppelte Menge an Capsaicin, damit ein Hustenreflex ausgelöst wurde.

Die geringere Sensibilität könnte dazu führen, dass Kinder auf Reizstoffe aus der Umgebung nicht ausreichend reagieren. Dies wiederum könnte erklären, warum Kinder von Rauchern häufiger unter Krankheiten der Atemwege wie Lungenentzündungen oder Bronchitis leiden, schreiben die Forscher. Die Studie deutet zudem darauf hin, dass sich die schädliche Wirkung von Passiv Rauchen nicht durch häufigeres Husten bemerkbar machen muss. Darüber hinaus könnte die geringere Empfindlichkeit gegenüber Reizstoffen späteres Rauchen begünstigen, so die Forscher. Die ersten Züge an einer Zigarette würden dann unter Umständen weniger unangenehm sein.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind Blüten im Essen unbedenklich?

Einige Wildblüten enthalten Stoffe, die der Gesundheit schaden können.

Neue Therapie für Restless Legs?

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms könnte künftig zielgenauer und besser werden.

Blutfette auch bei Kindern kontrollieren

Zu hohe Cholesterinwerte sind bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit mehr.

Frühstücken schützt vor Diabetes

Wer häufig das Frühstück auslässt, erkrankt eher an Typ-2-Diabetes.

Krankes Herz durch schlechte Zähne

Dieser Zusammenhang hat sich bereits in vielen Studien gezeigt.

Sind Impfungen schuld an Allergien?

Forscher haben diese verbreitete Annahme näher untersucht.

Mehr Tote durch resistente Bakterien

Auch in Deutschland sterben immer mehr Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen.

Toxoplasmose ändert Hirnstoffwechsel

Das könnte zu Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie führen.

Tennisarm: Beste Therapie ist Geduld

Forscher haben 11 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen.

Inkontinenz: Für viele Frauen ein Tabu

Fast jede zweite Frau über 50 leidet darunter, die wenigsten suchen sich jedoch Hilfe.

Schnell wieder schwanger?

Das birgt Risiken, mahnen Ärzte und erklären, wie lange Frauen warten sollten.

Hirngröße beeinflusst das Krebsrisiko

Der Lebensstil spielt bei Hirntumoren offenbar nur eine untergeordnete Rolle.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen