Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Gut drauf dank Gute-Laune-Essen

Aktuelles

Junge Frau isst Erdbeere

Erd- und andere Beeren schmecken nicht nur klasse, sie machen auch noch glücklich.
© Ariwasabi - Fotolia

Mo. 20. August 2012

Psyche: Schokolade und Beeren wirken wie ein Medikament

Manch einem zaubert allein der Gedanke an ein mit Himbeeren garniertes 'mousse au chocolat' ein Lächeln auf die Lippen. Dass dieses Dessert aber auch beim Essen gute Laune verbreitet, liegt nicht nur am exquisiten Geschmack der Schokolade und der Beeren, sondern auch an deren Inhaltsstoffen. Denn diese ähneln einem stimmungsaufhellenden Medikament, wie ein US-Forscherteam herausgefunden hat.

Lebensmittelforschern war schon länger bekannt, dass Schokolade, Beeren wie Blau-, Him- und Erdbeeren, Tee sowie Nahrungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren die Stimmung verbessern können. Ein US-amerikanisches Forscherteam um die Chemikerin Dr. Karina Martinez-Mayorga vom Forschungszentrum Torrey Pines Institute for Molecular Studies hat nun herausgefunden, warum das so ist: Die Aromen dieser Nahrungsmittel ähneln von der Struktur her dem stimmungsaufhellenden Medikament Valproinsäure und könnten daher im Gehirn ähnlich wirken. Ärzte verschreiben Valproinsäure für manisch-depresssive Patienten, damit deren Stimmung weniger stark schwankt.

Anzeige

Mithilfe von Computern hatten Martinez-Mayorga und ihre Kollegen die Strukturen von über 1.700 natürlichen Lebensmittel-Aromen mit zugelassenen Arzneimitteln gegen Depressionen und anderen Psychopharmaka verglichen, um ähnliche Moleküle zu identifizieren. Dabei waren sie auf die Ähnlichkeit der Aromen zur Valproinsäure gestoßen.

Laut Martinez-Mayorga sind durch diese Entdeckung die Entwicklung von Nahrungsergänzungsmittel mit positivem Einfluss auf die Stimmung oder gezielte Ernährungs-Empfehlungen für Menschen mit leichten Verstimmungen denkbar. Sie mahnt allerdings an, dass manisch-depressive Patienten nun nicht eigenmächtig ihre verschreibungspflichtigen Arzneimittel durch stimmungsaufhellendes Essen ersetzen dürften.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Handys die Augen schädigen

Blaues Licht zerstört offenbar Zellen im Auge, die für das Sehen zuständig sind.

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Wie Ingwer für frischen Atem sorgt

Forscher haben die Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe genauer untersucht.

Telomere: Nicht nur die Länge ist wichtig

Auch die Struktur der Telomere spielt für die Gesundheit eine wichtige Rolle.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen