Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schlechtes Fett in gutes verwandeln

Aktuelles

Dicke und dünne Frau stehen Rücken an Rücken

'Aus dick mach dünn.' Forscher sind der Erfüllung dieses Wunsches wieder einen Schritt näher gekommen.
© hartphotography - Fotolia

Fr. 03. August 2012

Schlechtes Fett in gutes verwandeln

Fett ist nicht gleich Fett: Während weißes Fett die Kiloanzeige der Waage nach oben treibt, verbraucht braunes Fett sogar noch Energie. Wie praktisch wäre es da, wenn aus weiß braun werden könnte. Forscher haben herausgefunden, wie man dies schaffen könnte.

Hintergrund ist, dass Menschen zwei Arten von Fettgewebe besitzen: weißes Fett, das überschüssige Energie in Form von sogenannten Triglyceriden speichert und braunes Fett, das gespeicherte Energie in Wärme umsetzt. Neugeborene haben deshalb als Schutz vor Kälte relativ viel braunes Fett. Bei Erwachsenen wird dagegen fast alle überschüssige Energie als weißes Fett gespeichert.

Anzeige

Weißes, schlechtes Fett zu "bräunen" ist zwar schon möglich, allerdings sei "es bisher schwierig gewesen, dies auf sichere und effektive Weise zu tun", schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Cell. Arzneistoffe, die dies bewerkstelligen können, sind die Glitazone, die zu den Diabetes-Medikamenten gehören. Sie haben allerdings auch eine Reihe unerwünschter Nebenwirkungen, wie Lebertoxizität, Knochenschwund und ironischerweise Gewichtszunahme, weshalb ihre Verwendung extrem eingeschränkt wurde, so die Forscher.

Jetzt haben die Wissenschaftler Enzyme entdeckt, die den Stoffwechsel ankurbeln, indem sie weißem Fett zu einigen typischen Eigenschaften von braunem Fett verhelfen. Bei der Untersuchung der Wirkung konnten die Wissenschaftler viele Ähnlichkeiten zwischen dem Effekt der Enzyme, den sogenannten Sirtuinen, und dem der Glitazone feststellen. Weißes Fett zu "bräunen" sei ein vielversprechender Ansatz für neue Strategien gegen Fettleibigkeit und Typ 2-Diabetes, schreiben die Wissenschaftler.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Frauen öfter Migräne haben

Die Hormone könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Wo sich Keime im Flugzeug wohl fühlen

Auf bestimmten Oberflächen tummeln sich besonders viele Erreger.

Warum Handys die Augen schädigen

Blaues Licht zerstört offenbar Zellen im Auge, die für das Sehen zuständig sind.

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen