Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Eiweiß hilft Spermien auf die Sprünge

Aktuelles

Schwangere Frau mit Mann

Manchmal brauchen Paare medizinische Unterstützung, damit ihr Kinderwunsch erfüllt wird.
© Hannes Eichinger - Fotolia

Fr. 21. September 2012

Ein Eiweiß hilft Spermien auf die Sprünge

Ein Eiweißstoff, der unfruchtbaren männlichen Spermien zum Teil fehlt, könnte eben jenen auf die Sprünge helfen und ihre Fähigkeit, Eier zu befruchten, deutlich verbessern. Dies berichten britische Wissenschaftler online in der Zeitschrift Fertility and Sterility.

Anzeige

Sie hatten zuvor herausgefunden, dass Spermien bei der Befruchtung einen wichtigen Eiweißstoff – das Protein PLCz – auf das Ei übertragen. Erst durch dieses Protein wird ein Prozess gestartet, der als Eiaktivierung bekannt ist. Dabei werden biologische Vorgänge in Gang gesetzt, die für die Entwicklung eines Embryos nötig sind. Bei manchen Formen männlicher Unfruchtbarkeit fehlt dieses Protein, oder es ist inaktiv, so dass das Ei nicht aktiviert werden kann. "Obwohl die Spermien mit dem Ei verschmelzen, passiert nichts", sagt Tony Lai von der Universität in Cardiff. Damit fehle ein wichtiger Schritt, der notwendig sei, um ein Kind zu bekommen.

Die Wissenschaftler konnten jetzt im Labor eine aktives, menschliches PLCz- Protein herstellen. Werde eine unbefruchtete Eizelle mit diesem Protein behandelt, reagiere sie genauso, wie es bei einer Befruchtung der Fall sein sollte, so die Forscher. Dies bestätige die positiven Ergebnisse, die sich zuvor in Tierversuchen eingestellt hatten. Sie weisen jedoch darauf hin, dass es sich bisher um Laborexperimente handele und die Methode so in Kinderwunschzentren noch nicht angewendet werden könne.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Viele Schüler leiden an Wochenend-Jet-Lag

Montag früh kommt das böse bzw. viel zu frühe Erwachen zu Schulbeginn.

Psychische Probleme bei Jugendlichen

Wann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen Placebos besser helfen als Antidepressiva.

Schlechte Zähne werden nicht vererbt

Forscher haben geprüft, was am stärksten die Zahngesundheit beeinflusst.

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen