Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Rheuma-Medikament hilft bei Depressionen

Aktuelles

Verzweifelte Frau stützt ihren Kopf auf die Hände

Ein Medikament, das gegen entzündliche Prozesse im Körper wirkt, eröffnet neue Wege für die Behandlung depressiver Menschen.
© Gernot Krautberger - Fotolia

Di. 04. September 2012

Entzündungshemmer kann Depressionen lindern

Ein Medikament, das gegen entzündliche Prozesse im Körper wirkt, eröffnet neue Hoffnung für Patienten mit schwer behandelbaren Depressionen, berichten US-amerikanische Forscher online im Fachblatt Archives of General Psychiatry. Dies gilt vor allem für Patienten mit hohen Entzündungswerten.

Anzeige

Die Forscher waren der Frage nachgegangen, ob sich das Verhindern von Entzündungen durch den Wirkstoff Infliximab, der unter anderem gegen Rheuma eingesetzt wird, für Patienten mit schwer behandelbarer Depression auszahlen könnte. Vorangegangene Studien haben gezeigt, dass depressive Menschen mit hohen Entzündungswerten im Blut weniger gut auf traditionelle Behandlungen ansprechen, unter anderem auf Antidepressiva und Psychotherapie.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich in der Gesamtgruppe die Symptome der Depression durch den Wirkstoff nicht veränderten. Dies änderte sich, wenn Patienten mit höheren Entzündungswerten separat betrachtet wurden. Sie reagierten wesentlich besser auf Infliximab als auf ein Scheinmedikament. Eine Therapie, die beim Immunsystem ansetzt, um Depressionen zu behandeln, eröffne neue Wege für die Behandlung depressiver Menschen, hoffen die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Immuntherapie bei Lungenkrebs

Ein Experte klärt über die Chancen und Grenzen der neuen Krebstherapie auf.

Statine schützen vor Thrombose

Die Cholesterinsenker zeigen interessante "Nebenwirkungen".

Stress im Job erhöht Krebsrisiko

Auswirkungen zeigen sich jedoch erst nach einer bestimmten Zahl von Jahren.

Interessante Theorie zur Arteriosklerose

Deutscher Herzchirurg stellt die bisherige Lehrmeinung infrage.

Feinstaub kann Viren wecken

Nanopartikel aus Abgasen reaktivieren Krankheitserreger im Lungengewebe.

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen