Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Neuer Test zur Krebsfrüherkennung

Aktuelles

Spritze mit Blutstropfen am Kanülenende

Nur ein wenig Blut ist nötig, um mit dem neu entwickelten Test Krebs frühzeitig zu erkennen.
© Thorsten.H. - Fotolia

Fr. 28. September 2012

Neuer Test kann Lungen- und Brustkrebs früher aufspüren

US-Forscher der Kansas State University haben einen einfachen Test entwickelt, mit dessen Hilfe sich Lungen- und Brustkrebs schon im Anfangsstadium erkennen lassen. Der Test, so ihre Hoffnung, könnte künftig in der Krebsvorsorge und zur Überwachung des Behandlungserfolgs eingesetzt werden.

Anzeige

Ein Problem von Krebserkrankungen ist, dass sie sich meist erst dann bemerkbar machen, wenn sie sich schon in einem fortgeschritten Stadium befinden. Die neue Testmethode kann Krebs nun schon im Anfangsstadium aufspüren. Und zwar bevor die Betroffenen anfangen zu husten oder abnehmen.

Der Test basiert auf dem Ansatz, dass Krebs-Patienten bereits zu Beginn eine erhöhte Enzymaktivität aufweisen und jede Art von Krebs dabei ein spezielles Enzym-Muster hat. Der Test macht dieses Muster sichtbar. Ärzte können so anhand dieses Musters den Krebs erkennen, erklären die Forscher. Für den Test werden winzig kleine, mit Aminosäuren und einem Farbstoff beschichtete Eisenpartikel mit ein wenig Blut oder Urin eines Patienten zusammengebracht. Die Aminosäuren und der Farbstoff reagieren mit den dort enthaltenen Enzymen, die so analysiert werden.

"Durch die speziellen Enzym-Muster kann auch zwischen Krebs und einer Infektion oder anderen Krankheiten, die häufiger auftreten, unterschieden werden", erläutert der Test-Entwickler Stefan Bossmann die Vorteile des neuen Tests. Zum Beispiel könne jemand, der viele Zigarren rauche, an einer Lungenentzündung erkranken. Dies würde zwar einige der Marker im Test erhöhen, aber nicht alle, erklärt Bossmann. So sehe der Arzt, wie ernsthaft die Erkrankung sei. Derzeit arbeiten die Forscher daran, die neue Testmethode auch für die Erkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs anzupassen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Anti-Aging-Pille rückt in greifbare Nähe

Der Wirkstoff soll altersbedingte DNA-Schäden reparieren.

Empathie dämmt Krankheiten ein

Forscher haben untersucht, wie sich die Ausbreitung von Infekten stoppen lässt.

Tiefe Hirnstimulation lindert Depressionen

Die Therapie zeigt bei schweren, bislang nicht behandelbaren Depressionen gute Erfolge.

Teetrinken schützt vor geistigem Abbau

Wer täglich eine Tasse trinkt, senkt sein Risiko für Demenz deutlich.

Tumore erhöhen das Thrombose-Risiko

Forscher sind der Ursache für diese häufige Komplikation auf den Grund gegangen.

Lässt sich Diabetes rückgängig machen?

Eine Kombination aus drei Maßnahmen könnte das Fortschreiten der Zuckerkrankheit aufhalten.

Herzstillstand durch Schmerzmittel?

Diclofenac und Ibuprofen erhöhen das Risiko deutlich, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder verlängern das Leben

Für ein Elternteil gilt das offenbar besonders, wie eine neue Studie zeigt.

Mobbing hat Folgen für die Gesundheit

Psychischer Stress im Kindesalter erhöht das Risiko für diverse Krankheiten.

Wie viel Sonne braucht der Körper?

Forscher haben ermittelt, wie viel Sonne nötig ist, um genug Vitamin D zu bilden, ohne dabei die Haut zu schädigen.

Trauer hat viele Gesichter

Welche Gefühle bei Hinterbliebenen dominieren, hängt von zwei Faktoren ab.

7 Rücken-Tipps für den Arbeitsalltag

Das Patentrezept lautet: mehr Bewegung. Wie das klappt, lesen Sie hier.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen