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Schwangere mit kleinem Kind auf einer Strandliege

Bei einer Schwangerschaftsvergiftung sind Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet. Die nun mögliche Früherkennung kommt beiden zugute.
© Hannes Eichinger - Fotolia

Mo. 10. September 2012

Ursache für Schwangerschaftsvergiftung gefunden

Ein US-Forscher hat die Ursache für lebensbedrohlichen Bluthochdruck in der Schwangerschaft herausgefunden. Seine jetzt veröffentlichten Ergebnisse ermöglichen nicht nur eine Früherkennung, sondern auch einen Ansatz zur Behandlung der Krankheit.

Demnach wird die im Volksmund auch Schwangerschaftsvergiftung genannte Präeklampsie durch ein falsches Verhältnis zweier Eiweiße verursacht. Das hat Professor Ananth Karumanchi aus Boston, USA, auf einem Symposium am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin berichtet.

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Bei den zwei Eiweißen handelt es sich um einen Wachstumsfaktor und seinen Gegenspieler, die während einer Schwangerschaft beide von der Plazenta ausgeschüttet werden. Der Wachstumsfaktor sorgt dafür, dass neue Blutgefäße in die Plazenta sprießen. Der Gegenspieler dient dazu, die Aktivität des Wachstumsfaktors zu drosseln. Bei Frauen mit Präeklampsie liegt letzterer in einer zu hohen Konzentration vor. Dadurch kann der Wachstumsfaktor nicht stark genug wirken. Die Folge: Bluthochdruck und Eiweißausscheidung im Urin.

Während die Präeklampsie früher nur anhand dieser Symptome festgestellt werden konnte, ermöglichen die neuen Erkenntnisse nun eine Früherkennung. So kann schon vor dem Auftreten der Symptome im Blut nachgewiesen werden, dass das Verhältnis der zwei Eiweiße zueinander verändert ist. Gefährdete Patientinnen können frühzeitig überwacht und schwere Verläufe verhindert werden.

Auch für die Behandlung der Krankheit spielen die Forschungsergebnisse eine Rolle: Ein neues Verfahren ermöglicht, den schädlichen Gegenspieler aus dem Blut herauszufiltern.

FH

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