Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Warum Frauen eher zunehmen als Männer

Aktuelles

Füllige Frau

Wenn Frauen fettreich essen, setzen sie mehr Bauchpseck an als bei Männern. Forscher haben nun herausgefunden, woran das liegt.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Fr. 07. September 2012

Warum Frauen eher zunehmen als Männer

Fettreiches Essen macht dick. Ungerechterweise setzen Frauen aber mehr Bauchspeck an als Männer. US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, warum, und ihre Ergebnisse online im Fachblatt "Diabetes" veröffentlicht.

Den Studienergebnissen zufolge erhöht fettes Essen die Aktivität eines speziellen Enzyms – bei Frauen und bei Männern. Je aktiver dieses Enzym ist, desto stärker wird ein Hormon produziert, das die Bildung von Fettzellen unterstützt. Der entscheidende Punkt, warum Frauen eher zunehmen als Männer: Fettes Essen aktiviert das Enzym bei Frauen stärker, daher werden bei ihnen mehr Fettzellen gebildet.

Anzeige

Das Forscher-Team um die federführende Dr. Ouliana Ziouzenkova von der Universität von Ohio haben ihre Erkenntnisse in Versuchen mit Mäusen gewonnen. Genetisch veränderte Mäuse, bei denen die Wissenschaftler besagtes Enzym ausgeschaltet hatten, blieben trotz fettreicher Kost schlank, besonders im Bauchraum. Dieser Effekt war bei weiblichen Mäusen stärker, was die Wissenschaftler darin bestätigte, dass das Enzym bei Frauen einen großen Einfluss besitzt.

Die Studien ergaben zudem, dass das Enzym durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen unterdrückt wird. Das könnte erklären, warum Frauen nach den Wechseljahren, wenn sie einen Östrogenmangel erfahren, am Bauch plötzlich Fett ansetzen.

Die Fettzellen, deren Bildung das untersuchte Enzym forciert, zählen zu dem besonders gesundheitsschädlichen viszeralen Fett, das sich im Bauchraum rund um die Organe ablagert. Dieser Bauchspeck erhöht das Risiko, an Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs zu erkranken. Das Enzym könnte ein Ansatz für eine geschlechterspezifische Behandlung von Übergewicht sein, so die Forscher.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen