Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Krebsmedikament aus Brokkoli

Aktuelles

Brokkoli

Brokkoli enthält einen Stoff, deren chemische Abkömmlinge gegen Krebs wirksam sein könnten.
© womue - Fotolia

Do. 18. Oktober 2012

Brokkoli-Wirkstoff hilft bei Brustkrebs

US-Forscher haben einen Wirkstoff entwickelt, der gegen eine bestimmte Form von aggressivem Brustkrebs wirksam sein könnte. Dies berichteten sie auf einem Pharmazeuten-Kongress in Chicago. Der Clou: Der Stoff ist einer natürlichen, in verschiedenen Gemüsesorten wie Brokkoli vorkommenden Verbindung nachempfunden.

Anzeige

Die Wissenschaftler hatten die Wirksamkeit einer synthetisch hergestellten Verbindung untersucht, die sich von dem natürlichen Stoff Diindolylmethan (DIM) ableitet. Dieser Stoff kommt in verschiedenen Kreuzblütengewächsen wie Brokkoli, Rosenkohl und Grünkohl vor. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass der synthetische Stoff eine gute Anti-Krebs-Aktivität besitzt. Damit könnte er für die Behandlung verschiedener Krebsarten, einschließlich des dreifach negativen Brustkrebs, verwendet werden, so die Hoffnung der Forscher. Der Vorteil der neuen Substanz: Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsmedikamenten könnte er in Form einer Tablette auf den Markt kommen.

Dreifach negativer Brustkrebs ist eine Form des Brustkrebs, die schneller wächst, sich früher im Körper ausbreitet, schwieriger zu erkennen ist und häufiger wiederkehrt. Dreifach negativ bezieht sich darauf, dass diesen Krebszellen drei Merkmale fehlen: Sie haben keine Rezeptoren für die Hormone Östrogen und Progesteron, die auch als Hormonantennen bezeichnet werden. Zudem fehlt ihnen ein Rezeptor für einen speziellen Wachstumsfaktor. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 72.000 Frauen neu an Brustkrebs. Davon ist etwa jeder fünfte Brustkrebs der besonders aggressiven Form zuzuschreiben.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Warum Nüsse vor Darmkrebs schützen

Fünf Nusssorten haben eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung.

Schwangere: Besser kein Lakritz?

Die Süßigkeit steht im Verdacht, die Hirnentwicklung des Ungeborenen zu stören.

Psoriasis: Therapie oft nicht effektiv genug

Bestimmte Patientengruppen klagen weiterhin über Hautprobleme.

Parkinson: Das verrät der Händedruck

Mit einem einfachen Test lässt sich der Krankheitsverlauf zuverlässig verfolgen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen