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Arzt impft ältere Frau.

Die Grippeimpfung scheint nicht nur Grippe abzuwehren, sondern auch das Risiko für weitere ernste Erkrankungen zu vermindern.
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Di. 30. Oktober 2012

Grippeimpfung schützt auch das Herz

Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Grippeschutzimpfung mehr kann, als nur der Grippe vorzubeugen. Der Impfstoff gegen Influenza scheint vielmehr auch das Risiko für Herzerkrankungen und den vorzeitigen Tod durch Herzkrankheiten zu verringern. Zu diesem Schluss kommen kanadische Forscher nach Analyse von klinischen Studien, die bis ins Jahr 1960 zurückreichen.

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Die Ergebnisse zeigen, dass die Grippeimpfung das Risiko eines größeren Herzvorfalls, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod durch Herzversagen, innerhalb des nachfolgenden Jahres im Vergleich zu einem Placebo um etwa die Hälfte verringern konnte. Das berichtete der Kardiologe Jacob Udell auf einem kanadischen Herzkongress in Toronto. Einen ähnlichen Trend fanden der Mediziner und sein Team ganz allgemein für Todesfälle. Das Risiko, egal an welcher Ursache früher zu sterben, verringerte sich durch die Grippeimpfung um ungefähr 40 Prozent. Von dem Grippeschutz profitierten sowohl Herzkranke als auch Menschen ohne entsprechende Vorerkrankung. Gerade für Risiko-Patienten mit einer Vorerkrankung des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes könnte der jährliche Grippe-Pikser zusätzlich zu einem gesunden Lebensstil eine einfache Möglichkeit sein, Herzvorfällen vorzubeugen, so die Hoffnung.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin die Grippeschutzimpfung vor jeder Grippesaison generell für chronisch Kranke, ältere Menschen über 60 Jahren, Schwangere und das Medizinpersonal. Die beste Zeit für die Impfung sei im Oktober und November, heißt es von Seiten des RKI.

Zur aktuellen Versorgungssituation mit Grippeimpfstoffen in Deutschland lesen Sie auch
Grippe: Verkaufsstopp für Novartis-Impfstoffe bei aponet.de.

hh

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