Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Akupunktur hilft bei trockenem Mund

Aktuelles

Frau wird im Kopfbereich akupunktiert

Patienten, die unter Mundtrockenheit leiden, haben das Gefühl, dass ihr Mund nach einer Akupunkturbehandlung weniger trocken ist.
© Katarzyna Leszczynsk - Fotolia

Mi. 24. Oktober 2012

Krebstherapie: Akupunktur lindert Mundtrockenheit

Akupunktur kann die Symptome von Mundtrockenheit nach einer Strahlentherapie im Kopf- und Nackenbereich lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie britischer Mediziner, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Annals of Oncology veröffentlicht wurde.

Die Forscher hatten untersucht, wie sich wöchentliche Akupunktursitzungen mit einer Dauer von 20 Minuten über mehrere Wochen auf die Mundtrockenheit von Krebspatienten auswirken. Zum einen maßen sie mit Hilfe von Teststreifen die objektive Mundtrockenheit, also wie viel Speichel tatsächlich vorhanden war. Zum anderen stellten sie den Patienten Fragen zu ihrem subjektiven Empfinden – dem Gefühl von zähem Speichel oder trockenen Lippen, dem Bedürfnis, Wasser zu trinken, um dem trockenen Gefühl entgegenzuwirken oder um Essen schlucken zu können sowie nächtliches Aufwachen, um zu trinken.

Anzeige

Das Ergebnis war insofern erstaunlich, weil sich durch die Akupunktur an der tatsächlichen Speichelmenge nichts änderte. Doch hatten Patienten mit Akupunkturbehandlung doppelt so häufig das Gefühl, dass ihr Mund weniger trocken sei, im Vergleich zu Patienten, die eine Unterweisung zur Mundhygiene bekommen hatten. Auch die individuellen Begleiterscheinungen verbesserten sich durch die Nadeltherapie. Mundtrockenheit scheine demnach ein völlig subjektives Symptom zu sein, unabhängig von der gemessenen Speichelmenge, so die Forscher.

Ein trockener Mund, medizinisch Xerostomie, ist ein häufiger Nebeneffekt bei der Strahlentherapie von Tumoren im Kopf- und Nackenbereich. Er entsteht dann, wenn die Speicheldrüsen durch die Therapie in Mitleidenschaft gezogen werden und somit weniger Speichel produziert wird. Speichelersatzpräparate, wie Mundspülungen, Gels und Sprays können die Beschwerden kurzfristig lindern.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erziehung beeinflusst Kinder mehr als Gene

Die Eltern haben einen großen Einfluss auf das soziale Verhalten ihrer Kinder.

Sport kurbelt den Stoffwechsel an

Dieser Effekt hält sogar mehrere Tage an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Vorhofflimmern durch zu viel Salz?

Zu viel Salz im Essen erhöht nicht nur den Blutdruck, wie eine neue Studie zeigt.

Warum Patienten ihren Arzt anlügen

Viele Patienten wollen, dass ihr Arzt eine gute Meinung von ihnen hat.

Kampf gegen HIV noch lange nicht am Ende

Der Kampf gegen HIV verläuft in Europa nicht ganz so erfolgreich, wie geplant.

Mehr ADHS-Diagnosen bei Sommer-Kindern

Ein zu früher Schulstart führt bei Kindern häufig zu ADHS-Fehldiagnosen.

E-Zigaretten: Werbung verführt zum Rauchen

Werbeplakate und Fernsehspots beeinflussen Jugendliche stärker, als bislang gedacht.

Männer: Spielsucht verändert Gehirn

Zwanghaftes Zocken verändert bei Männern offenbar die Hirnaktivität.

Depression: Viele Paare trennen sich

Die Erkrankung belastet auch den Partner und die Familie des Betroffenen.

Übergewicht sorgt bei Kindern für Asthma

Starkes Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Asthma bei Kindern.

Diabetes: Fruktose nicht gleich Fruktose

Fruchtzucker, der in Getränken steckt, erhöht das Diabetes-Risiko besonders.

Vorstellungskraft hilft, Ängste zu überwinden

Sich eine Bedrohung im Geiste genau vorzustellen, lässt sie kleiner werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen