Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schmerz-Pflaster für verbrannte Zungen

Aktuelles

Mann und Frau beim Kochen. Er kostet von einem Kochlöffel mit Essen.

Das Ärgerliche an einer verbrannten Zunge ist, dass man sie sich meist einfängt, wenn man probiert, also bevor es ans eigentliche Essen geht.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mi. 17. Oktober 2012

Pflaster lindert Schmerzen bei verbrannter Zunge

Die Pizza ist heiß, der Hunger groß, ein Biss und noch bevor man etwas schmecken kann, hat man sich die Zunge, wahlweise den Gaumen, verbrannt. Ein von US-amerikanischen Wissenschaftlern entwickeltes Pflaster könnte hier in Zukunft helfen.

Anzeige

Bei dem Pflaster handelt es sich um einen sich selbst auflösenden Streifen, der die Schmerzen nach Verbrennungen durch heiße Getränke oder Speisen unverzüglich lindert. Das berichteten die Forscher auf einem Treffen der American Association of Pharmaceutical Scientists in Chicago. Der Streifen wird direkt auf den verbrannten Teil der Zunge, der Wange oder des Gaumens aufgebracht. Dort löst er sich rasch auf und gibt dabei das Lokalanästhetikum Benzocain sowie ein therapeutisch wirkendes Polymer ab. Dies führe zur Schmerzlinderung und fördere die Heilung.

Mit Benzocain haben die Forscher von der University of Texas einen Wirkstoff gewählt, der bereits als örtlicher Schmerzstiller in zahnmedizinischen Produkten oder in Lutschtabletten gegen Halsschmerzen eingesetzt wird. Noch ist die Forschung jedoch nicht abgeschlossen. Die nächsten Schritte seien Tests an Menschen und Experimente, um den Geschmack zu maskieren, so die Wissenschaftler. Für die Zukunft forschen sie an einem noch stärker wirkenden "Mund-Pflaster", mit dessen Hilfe schwerere Verbrennungen, die länger als zwei bis drei Tage andauern, behandelt werden können.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

5 Punkte, die vor Darmkrebs schützen

Jeder kann sein Darmkrebsrisiko senken, indem er auf einen gesunden Lebensstil achtet.

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Schützt die Pille vor Eierstockkrebs?

Auch neuere Präparate scheinen das Risiko bei jungen Frauen zu senken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen