Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Rauchstopp: 10 Jahre länger leben

Aktuelles

Frau raucht Zigarette.

Wer es in in jungen Jahren noch schafft, von der Zigarette loszukommen, kann dadurch sein Leben ganz erheblich verlängern.
© Comugnero Silvana - Fotolia

Sa. 27. Oktober 2012

Rauchstopp: 10 Jahre länger leben

Mit einer Studie über die Risiken des Rauchens, an der mehr als eine Million Frauen teilnahmen, entwerfen britische Forscher ein sehr genaues Bild, wie sich das Rauchen auf Gesundheit und Lebenszeit auswirkt. Die Daten lassen den Schluss zu, dass rechtzeitiger Rauchverzicht zehn zusätzliche Lebensjahre ermöglicht.

Anzeige

In der Studie zeigte sich, dass bei Raucherinnen, die während des zwölfjährigen Studienzeitraumes gestorben waren, zwei Drittel aller Todesursachen direkt auf das Rauchen zurückzuführen waren. Dazu zählten Lungenkrebs, COPD, Herzkrankheiten oder Schlaganfall. Das Risiko, während des Beobachtungszeitraumes zu sterben, war für Raucherinnen dreimal höher als für Frauen, die nie geraucht hatten. Selbst für Frauen, die nur eine Zigarette am Tag rauchten, war das Risiko noch verdoppelt.

Wer jedoch geschafft hatte, vor dem 30. Lebensjahr das Rauchen aufzugeben, stand erheblich besser da: Das Risiko, im Studienzeitraum zu versterben, sank um 97 Prozent gegenüber denen, die weiter geraucht hatten. Wer erst ab dem 40. Lebensjahr aufgehört hatte, reduzierte sein Risiko verglichen mit den Raucherinnen immerhin auf ein Zehntel. Sir Richard Peto, Mitautor der Studie von der Universität Oxford, fasst das wie folgt zusammen: "Frauen, die das Rauchen aufgeben, bevor sie ihre mittleren Jahre erreichen, werden im Durchschnitt etwa zehn Jahre Lebenszeit dazugewinnen."

Die Studie, die online vom Fachblatt Lancet veröffentlicht wurde, betrachtete Lebensumstände, soziale und gesundheitliche Faktoren von 1,3 Millionen Frauen, die zu Beginn zwischen 50 und 65 Jahre alt gewesen waren. Drei Jahre später wurden die Frauen erneut per Post befragt und ihr Gesundheitszustand insgesamt durchschnittlich über zwölf Jahre hinweg beobachtet. Anfangs rauchten 20 Prozent der Teilnehmerinnen, 28 Prozent waren Ex-Raucherinnen und 52 Prozent hatten nie geraucht.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Wie Ingwer für frischen Atem sorgt

Forscher haben die Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe genauer untersucht.

Telomere: Nicht nur die Länge ist wichtig

Auch die Struktur der Telomere spielt für die Gesundheit eine wichtige Rolle.

E-Bikes verbessern die Ausdauer

Vor allem untrainierte Menschen profitieren von Pedelecs.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen