Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Angst verzerrt die Wahrnehmung

Aktuelles

Frau steht auf der Treppe und starrt schreckstarr auf schwarze Spinne an der Wand

Angst lässt uns Spinnen und andere Schreckgespenster näher erscheinen als sie sind.
© DAK/Wigger

Mi. 12. Dezember 2012

Furcht einflößende Dinge erscheinen größer und näher

Unser Körper hilft uns dabei, bedrohliche Situationen zu meistern, indem er die Quelle der Bedrohung größer erscheinen lässt, als sie tatsächlich ist. Das haben US-amerikanische Psychologen in Experimenten herausgefunden.

Anzeige

Demnach erschienen den Menschen Furcht einflößende Objekte – sei es die haarige Vogelspinne im Treppenhaus oder der aggressive Mob auf einer Demo – nicht nur größer, sondern auch näher als sie es in Realität seien. Durch diesen Streich, den die Wahrnehmung uns spiele, seien wir früher alarmiert und hätten theoretisch mehr Zeit zur Flucht. So lautete die Erklärung eines Forscherteams um die Psychologin Emily Balcetis von der Universität New York. Die Wissenschaftler hatten dazu zwei Studien durchgeführt.

Dabei mussten Teilnehmer in einem ersten Experiment die Distanz zwischen sich und einer Vogelspinne abschätzen und dabei ihre Angst und ihren Ekel bewerten. Das Ergebnis: je größer die Angst, desto kürzer wurde die Distanz zur Vogelspinne eingeschätzt. Aber: je größer der Ekel, desto weiter entfernt schien die Spinne. Ein zweiter Versuch, diesmal mit einem Menschen, der die Versuchspersonen ängstigte oder ekelte, bestätigte das Ergebnis.

Ob der Mensch in Folge der verzerrten Wahrnehmung auch tatsächlich schneller auf Bedrohungen reagiere, sei allerdings noch ungeklärt, so die Forscher.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Flugverkehr in der Corona-Pandemie

Der Flugverkehr hat massiv dazu beigetragen, dass sich das Coronavirus weltweit so schnell ausbreiten konnte.

Blutverdünner ohne Nebenwirkung

Gerinnungshemmer erhöhen normalerweise das Risiko für unerwünschte Blutungen.

Entzündungshemmer gegen Covid-19?

Ärzte geben Patienten mit Schuppenflechte, Darm- und Gelenkerkrankungen eine Entwarnung.

Demenzrisiko zeichnet sich früh ab

Gewisse Faktoren wie Übergewicht wirken sich schon bei Teenagern auf das Risiko für Demenz aus.

Der Ursprung von SARS-CoV-2

Das Virus zirkuliert offenbar schon seit Jahrzehnten unbemerkt in Fledermäusen.

Grippeimpfung gegen Alzheimer

Gewisse Impfungen schützen nicht nur vor Infektionen, sondern eventuell auch vor Alzheimer.

Antikörper könnten Fehlgeburt auslösen

Forscher wollen ein Medikament entwickeln, um diesen Antikörper zu hemmen.

Was essen bei zu hohem Blutdruck?

Ein wenig Fleisch und Milchprodukte schaden nicht, wie eine neue Studie zeigt.

Wer glücklich ist, wird seltener krank

Eine aktuelle Studie zeigt: Zufriedene Menschen sind seltener krankgeschrieben.

Schwangerschaft ist keine Schonzeit

Ärzte raten Schwangeren, sich täglich mindestens eine halbe Stunde zu bewegen.

Pflanzliches Eiweiß verlängert das Leben

Je häufiger Hülsenfrüchte, Nüsse & Co auf dem Speiseplan stehen, desto besser.

Fasten bei Brustkrebs-Therapie

Medikamente könnten besser wirken, wenn Frauen eine Fasten-ähnliche Diät befolgen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen