Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Wohlfühlklima für Grippeviren

Aktuelles

Blonde junge Frau mit Mütze putzt sich die Nase

Grippeviren lieben besonders den Winter, weil die Luft in Innenräumen dann so schön trocken ist.
© Klaus-Peter Adler - Fotolia

Do. 06. Dezember 2012

Grippeviren lieben trockene und feuchte Luft

Grippeviren gibt es immer. Aber warum erkranken bei uns besonders viele Menschen gerade im Winter an der Grippe? Dieser Frage gingen US-amerikanische Forscher nach. Ihre Antwort: Die Verfassung der Krankheitserreger hängt mit der Luftfeuchtigkeit zusammen.

Die Wissenschaftler hatten untersucht, inwieweit sich verschieden hohe Luftfeuchtigkeiten zwischen 17 und 100 Prozent auf das Überleben von Influenza-A-Viren in menschlichem Schleim und in feinsten Tröpfchen, wie sie beim Atmen abgegeben werden, auswirken. Sie fanden heraus, dass die relative Luftfeuchtigkeit die Fähigkeit der Viren, in Tröpfchen und Aerosolen infektiös zu bleiben, beeinflusst. Bei besonders niedriger und besonders hoher Luftfeuchtigkeit fühlen sich die Viren am wohlsten. Der Grund dafür ist, dass sich die Feuchtigkeit auf die Zusammensetzung der Tröpfchen auswirkt.

Am besten sei für die Krankheitserreger, wenn die Luftfeuchtigkeit nahe an die 100 Prozent heranreiche, schreiben die Forscher. Dies würde erklären, warum in einigen tropischen Regionen das Grippe-Hoch in der Regenzeit liegt. Darüber hinaus sagt den Viren aber auch Luft mit einer sehr geringen Luftfeuchtigkeit zu, wie sie im Winter in beheizten Räumen vorherrschend ist. In besonders trockener Luft verdampfen die kleinen Tröpfchen vollständig. Den Viren macht diese nichts aus, da sie auch im Trockenen gut überleben können. Schlechter ergeht es den Krankheitserregern in etwas feuchterer Luft, in der die Tröpfchen zwar zum Teil verdampfen, aber nicht vollständig. Dann ändere sich die Konzentration an Salzen und Eiweißen in den Tropfen, was die Überlebensrate der Viren verringere, so die Forscher.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Viele Schadstoffe in Sushi-Blättern

Der Gehalt an Jod, Cadmium und anderen Schadstoffen war in einigen Proben der Algenblätter sehr hoch.

E-Zigaretten fördern Zahnfleischprobleme

Bestimmte Bestandteile des Dampfs lösen offenbar im Mund eine Entzündungsreaktion aus.

Darmspiegelung: langanhaltend effektiv

Bei negativem Ergebnis sank das Darmkrebsrisiko für weit länger als die bisher angenommenen 10 Jahre.

Manche Menschen werden nicht dick

Einen Grund dafür, glauben Forscher, nun im Erbgut gefunden zu haben.

Klima hat kaum Einfluss auf Covid-19

Experten gehen davon aus, dass das Coronavirus auch im Sommer nicht verschwinden wird.

Wie gesund sind die über 30-Jährigen?

Bei 60 Prozent sind bereits Vorstufen einer Herzschwäche vorhanden, wie eine neue Studie zeigt.

Milchprodukte schützen vor Krankheiten

Besonders deutlich ist der positive Effekt bei Vollmilchprodukten, wie eine neue Studie zeigt.

Bluthochdruck durch Folsäure?

Hochdosierte Präparate können in der Schwangerschaft den Blutdruck erhöhen.

Kompressionsstrümpfe nach Operation?

Medikamente allein könnten einer Thrombose genauso gut vorbeugen.

Weniger Todesfälle dank Mammographie

Die Untersuchung senkt das Risiko, in den nächsten zehn Jahren an Brustkrebs zu sterben.

Zöliakie wegen Schadstoffen?

Umweltgifte wie Pestizide könnten bei der Enstehung einer Glutenunverträglichkeit eine Rolle spielen.

Impfen gegen Typ-1-Diabetes?

Die Impfung könnte besonders gefährdete Kinder vor der Krankheit schützen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen