Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Eisenmangel setzt dem Magen zu

Aktuelles

Junge Frau hält eine Kapsel zwischen Daumen und Zeigefinger und begutachtet diese kritisch

Bei einer Helicobacter-Infektion hilft eine Kombination mehrerer Antibiotika mit einem Magensäure-hemmenden Medikament.
© patmucphotography - Fotolia

Do. 27. Dezember 2012

Magen: Eisenmangel macht Helicobacter aggressiv

Dass das Bakterium Helicobacter pylori eine der Hauptursachen für die Entstehung von Magengeschwüren und damit für Magenkrebs ist, wissen Ärzte schon länger. Forscher fanden jetzt heraus, dass zusätzlich ein weiterer Faktor von Bedeutung ist: der Eisenwert.

Anzeige

Die Wissenschaftler aus den USA hatten sich in ihrer Forschung der Frage gewidmet, ob zwischen dem Eisenspiegel, einer Besiedlung mit Helicobacter pylori und Magenkrebs ein Zusammenhang bestehen könnte. Ihr Ergebnis: Eisenmangel kann das Risiko für Magenkrebs bei Menschen, die mit Helicobacter pylori infiziert sind, steigern. Dies berichten sie im Fachblatt Journal of Clinical Investigation.

In Versuchen mit mongolischen Wüstenrennmäusen hatte sich gezeigt, dass niedrige Eisenwerte die Entwicklung von Krebsvorstufen, die auf die Anwesenheit von Helicobacter pylori zurückgehen, beschleunigen. Ferner hatten die Wissenschaftler verschiedene Bakterienstämme von Patienten mit einem hohen Risiko für Magenkrebs isoliert. Sie fanden heraus, dass die Bakterien aggressiver waren und stärkere Entzündungen verursachten, wenn sie von Patienten mit niedrigen Eisenkonzentrationen im Blut stammten. Magenkrebs ist weltweit die die zweithäufigste Krebserkrankung. Bei Patienten, die mit Helicobacter pylori infiziert sind, könnte die Bestimmung des Eisenspiegels einen Anhaltspunkt liefern, ob ein besonders hohes Risiko für die Entstehung dieser Krebserkrankung besteht.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apothekenschließung schlecht für Therapie

Forscher haben einen Zusammenhang zwischen der Schließung von Apotheken und der Therapietreue von Herzpatienten gefunden.

Menschliches Herz aus dem 3D-Drucker

Forscher haben ein kleines Herz aus menschlichem Gewebe hergestellt.

Diabetes-Mittel schützt die Niere

Ein bekannter Wirkstoff hat offenbar eine sehr positive Wirkung auf die Niere.

Einheitsgefühl macht glücklich

Menschen, die daran glauben, dass alles auf der Welt verbunden ist, sind zufriedener.

Bleaching-Produkte schaden den Zähnen

Die Bleichmittel greifen das Dentin an, das unter dem Zahnschmelz liegt.

Schlafmangel lässt uns schwarzsehen

Forscher haben untersucht, wie sich unsere Gefühlswelt verändert, wenn wir müde sind.

Partnerschaft lindert messbar Stress

Die positiven Auswirkungen einer Beziehung lassen sich sogar an den Augen ablesen.

Dunkle Schokolade senkt den Blutdruck

Schokolade mit hohem Kakaoanteil hat eine positive Wirkung auf die Gefäße.

Woran dicke Kinder am meisten leiden

Nicht nur stark übergewichtige Kinder sind von diesen Problemen oft betroffen.

Ungesundes Essen tötet Millionen Menschen

Weltweit stirbt jeder Fünfte an den Folgen von ungünstiger Ernährung.

Warum Tiere älteren Menschen guttun

Haustiere helfen dabei, Stress zu lindern, sich mehr zu bewegen und Kontakte zu knüpfen.

Bauchschmerzen: Psyche in Not?

Eine veränderte Darmflora bei Kindern kann die spätere psychische Gesundheit beeinflussen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen