Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mini-Schlaganfälle schädigen das Gehirn

Aktuelles

Ältere Frau am Büroarbeitsplatz spricht mit jüngerem Kollegen

Damit unser Gehirn einwandfrei funktioniert, bedarf es einer guten Blutversorgung. Forscher haben jetzt festgestellt, dass geistige Funktionen schon beeinträchtigt werden können, wenn nur ein einziges kleines Blutgefäß blockiert wird.
© Techniker Krankenkasse

Di. 18. Dezember 2012

Schon kleinste Schlaganfälle schädigen das Gehirn

Selbst kleinste Schlaganfälle können Gehirngewebe schädigen und geistige Funktionen beeinträchtigen, berichten US-amerikanische Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Neurocsience. Und das sogar schon, wenn nur ein einziges kleines Blutgefäß blockiert wird.

Anzeige

Die Forscher hatten Versuche mit Ratten durchgeführt, und anschließend Veränderungen im Gehirn sowie im Verhalten der Versuchstiere untersucht. Das Gehirn sei ein Organ, das unglaublich dicht mit Blutgefäßen durchzogen sei, so die Forscher. Daher sei es umso überraschender, dass das Blockieren eines einzigen kleinen Blutgefäßes einen erkennbaren Einfluss auf die Ratten gehabt habe. Zu Beginn hatten die Tiere, um an etwas zu trinken zu kommen, im Dunkeln einen weiteren, nur noch mit dem Tasthaar messbaren Abstand zwischen zwei Plattformen überwunden. Nach Verschluss eines speziellen Mikrogefäßes sprangen sie nur noch bei einem geringeren Abstand, wenn die nächste Plattform mit der Schnauze fühlbar war. Auch im Gehirn verursachte der Eingriff Veränderungen. So sahen die Forscher kleine Löcher, die an die größeren Gehirnschäden erinnerten, wie sie bei Demenzkranken auftreten.

Die Wissenschaftler fanden aber auch heraus, dass Memantin, ein Wirkstoff der zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt wird, diese Effekte offenbar abschwächen kann. Unter dem Einfluss des Mittels überwanden die Ratten weitere Abstände und ihr Gehirn war weniger stark geschädigt. Die Ergebnisse der Studie legen die Vermutung nahe, dass das Fortschreiten von Demenzformen, die mit der Schädigung kleinster Blutgefäße einhergehen, verlangsamt werden könnte, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Gewebepflaster für Herzerkrankungen?

Forscher haben künstliches Herzgewebe erfolgreich an Tieren getestet.

Riskant: Arzneimittel und Alkohol

Die Kombination führt immer häufiger zu Notaufnahmen, vor allem bei Personen über 40.

Höhere Bildung, niedriger Blutdruck

Je höher die Schulbildung, desto geringer sind oft auch Körpergewicht und Blutdruck.

Energy Drinks - ein Gesundheitsrisiko?

Das BfR warnt Kinder und Jugendliche vor dem Konsum großer Mengen an Energy Drinks.

So wichtig ist gesundes Essen im Job

Es lohnt sich, auch während der Arbeitszeit auf das Essverhalten zu achten.

Tagsüber fasten gegen Übergewicht

Fasten wie im Ramadan könnte helfen, überschüssige Pfunde abzubauen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen