Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung SMS für Fußgänger riskant

Aktuelles

Junge Frau im Stadtverkehr telefoniert mit Handy

Das Handy am Ohr scheint nicht das Problem zu sein. Fußgänger werden vor allem durch das Tippen von SMS abgelenkt.
© Darren Baker - Fotolia

Do. 13. Dezember 2012

SMS für Fußgänger riskant

Fast jeder dritte Fußgänger wird beim Überqueren verkehrsreicher Kreuzungen von seinem Mobiltelefon abgelenkt, berichten Forscher in der Zeitschrift Injury Prevention. Dies ist riskant, denn ebenso wie unachtsames Autofahren kann Unaufmerksamkeit bei Fußgängern die Unfallgefahr erhöhen.

Anzeige

In einer Studie hatten US-amerikanische Forscher das Verhalten von mehr als 1.000 Fußgängern an 20 verkehrsreichen Kreuzungen in Seattle (USA) im Sommer 2012 analysiert. Ihr Ergebnis: Fast alle Fußgänger, von denen ein Großteil allein unterwegs war, überquerten die Straße an der vorgegebenen Stelle. Rund 80 Prozent befolgte die Ampelschaltung. Allerdings war fast jeder Dritte beim Überqueren der Straße gleichzeitig mit etwas anderem beschäftigt. Je nach Aktivität waren die Auswirkungen unterschiedlich: Schwungvolle Musik scheint demnach den Schritt zu beschleunigen, denn Menschen, die Musik hörten, erreichten die andere Straßenseite schneller, schauten aber weniger oft noch einmal nach links und rechts. Menschen, die von ihren Tieren abgelenkt waren oder sich beim Überqueren der Kreuzung um Kinder kümmerten, vergaßen dreimal öfter als andere, noch einmal nach beiden Seiten zu schauen.

Am riskantesten sei jedoch das Schreiben von Textnachrichten, so die Autoren. Wer während des Laufens SMS verfasste, brauchte deutlich länger, um die Straße zu überqueren. Tippende Passanten ignorierten die Ampellichter fast viermal häufiger als andere, überquerten die Kreuzung öfter in der Mitte und schauten nicht nach rechts und links.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Heuschnupfen: jetzt noch vorbeugen

Mit einer sogenannten Hyposensibilisierung kann man im Winter starten.

Schadet Paracetamol dem Ungeborenen?

Das Schmerzmittel könnte die Sprachentwicklung bei Mädchen stören.

Diese Übungen stärken das Herz

Mit diesem Trainingsprogramm lässt sich einer Herzschwäche vorbeugen.

Mandel-OP: Ingwer lindert Schmerzen

Die Knolle beschleunigt zudem die Wundheilung, wie eine neue Studie zeigt.

Wiederholtes Impfen gegen schwere Grippe

Vor allem Senioren profitieren, wenn sie sich regelmäßig gegen Grippe impfen lassen.

Ballaststoffe: Mit Müsli gegen Arthritis?

Eine ballaststoffreiche Ernährung beugt offenbar Gelenkerkrankungen vor.

Angststörungen durch zu wenig Schlaf?

Schlafmangel und psychische Probleme stehen laut US-Forschern in Zusammenhang.

Erhöht Kuhmilch das Diabetes-Risiko?

Eine Studie hat untersucht, ob veränderte Babynahrung hier gegensteuern kann.

Jahresrückblick: Die Top 10 von aponet.de

Das sind die meistgelesenen Meldungen des Jahres 2017 auf aponet.de.

Antidepressivum: Welches hilft wem?

Ein Biomarker könnte vorhersagen, welches Antidepressivum bei einem Patienten wirksam ist.

Sport hilft bei Gedächtnisproblemen

Bewegung an zwei Tagen pro Woche stärkt die Denkfähigkeit und das Gedächtnis.

Calcium und Vitamin D: Knochenschutz?

Studien mit Nahrungsergänzungsmitteln kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen