Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Magenspiegelung bei Sodbrennen unnötig

Aktuelles

Junge Frau liegt mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einer schwarzen Ledercouch und hält sich eine Wärmflasche auf den Bauch

Üppiges Essen kann neben Bauchweh auch Sodbrennen verursachen.
© Picture-Factory - Fotolia

Di. 04. Dezember 2012

Sodbrennen: Magenspiegelung oft nicht nötig

Bei Patienten mit Sodbrennen gehen Ärzte oft auf Nummer sicher. Sie überweisen zum Spezialisten, um mit Hilfe einer Magenspiegelung ihre Diagnose zu untermauern. In vielen Fällen sein das nicht nötig, heißt es jetzt in neuen US-amerikanischen Behandlungsleitlinien.

Anzeige

Gerade wenn es um die Refluxkrankheit gehe, könnten sich viele Patienten mit Sodbrennen die unangenehme Prozedur ersparen, sagen die Ärzte vom American College of Physicians. Bei dieser Krankheit fließt Mageninhalt in die Speiseröhre zurück und reizt dort die Schleimhaut. Zur Diagnose wird oft eine Endoskopie des oberen Gastrointestinaltrakts, also von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm, angeordnet. Die derzeitigen Daten weisen jedoch darauf hin, dass eine Magenspiegelung meist erst dann notwendig werde, wenn sich zum Sodbrennen noch weitere schwerwiegende Symptome wie Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken, Blutungen, Blutarmut, starker Gewichtsverlust oder häufiges Erbrechen gesellen, schreiben die Mediziner in den Behandlungsleitlinien, die in der Zeitschrift Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurden.

Darüber hinaus sei eine Magenspiegelung angezeigt, wenn eine Behandlung mit sogenannten Protonenpumpenblockern, das sind Medikamente, die die Ausschüttung von Magensäure regulieren, über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen nicht hilft, heißt es. Menschen, bei denen die Speiseröhre verengt sei und die nur schwer und unter Schmerzen schlucken können, sollten ebenfalls endoskopisch untersucht werden. Regelmäßig Spiegelungen alle drei bis fünf Jahre seien dagegen bei Patienten mit einem Barrett-Oesophagus notwendig, einer Komplikation der Refluxkrankheit, die mit einer Veränderung von Zellen der Speiseröhre einhergeht, so die Mediziner.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fett sammelt sich auch in der Lunge

Das könnte ein Grund dafür sein, dass Asthma bei Übergewichtigen häufiger auftritt.

Macht uns Hunger egoistisch?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

6 Tipps für die Familienmahlzeit

Gute Stimmung und kein Fernseher: So bleiben Kinder schlank und ernähren sich gesünder.

Risiko durch Tierfutter mit rohem Fleisch

Viele Futterproben sind mit antibiotikaresistenten Keime belastet.

Herzinfarkt-Patienten werden immer älter

Grund dafür ist, dass Risikofaktoren immer besser behandelt werden können.

Neue Medikamente bei akuter Migräne

Aktuell sind zwei neue Substanzklassen in der klinischen Prüfung.

Diese vier Dinge schützen vor Gicht

Vier Risikofaktoren tragen zu einer hohen Harnsäure-Konzentrationen im Blut bei.

Antidepressiva in der Schwangerschaft

Einige Medikamente erhöhen offenbar das Risiko für Gestationsdiabetes.

Forscher tüfteln an neuer Grippeimpfung

Durch die Impfung soll der Körper die Viren schon direkt beim Eindringen bekämpfen.

Strahlung: Schadet 5G der Gesundheit?

Im kommenden Jahr soll das neue Mobilfunknetz 5G in Betrieb gehen.

Elektrofischkatheter gegen Vorhofflimmern

Eine neue Technik verbessert die Behandlung von Herzrythmusstörungen.

Wie Heilpflanzen den Blutdruck senken

Forscher haben einen bislang unbekannten Mechanismus aufgedeckt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen