Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Viele Teens glauben, Kiffen sei harmlos

Aktuelles

Zwei junge Männer mit jamaikanisch designter Kleidung haben je einen Joint im Mund

"Kiffen ist doch voll harmlos!" - Da sitzen viele Jugendliche einem Irrtum auf.
© Daniel Nimmervoll - Fotolia

Fr. 21. Dezember 2012

Viele Teenager glauben, Kiffen sei harmlos

In den USA sehen viele Jugendliche das Rauchen von Cannabis als harmlos an. Zu diesem Schluss kommen US-amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift PNAS und berichten von einem Anstieg des Cannabis-Konsums im Jahr 2012.

6,5 Prozent der älteren Schüler gaben an, täglich Marihuana zu rauchen. Fünf Jahre zuvor lag die Zahl bei 5,1 Prozent, so die Forscher. Nur 44 Prozent der Oberstufenschüler waren der Meinung, dass regelmäßiges Kiffen schädlich sein könnte. Warum Cannabisrauchen oft als harmlos eingestuft werde, sei nicht ganz klar, so die Forscher. Es könnte aber damit zu tun haben, dass Cannabis mittlerweile auch medizinisch zur Anwendung kommt und daher von manch einem als weniger risikoreich wahrgenommen werde.

Anzeige

Täglicher Marihuana-Konsum gehe gerade bei Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Lernfähigkeit, einher, so die Forscher. In einer dieses Jahr in der Fachzeitschrift Brain veröffentlichten Arbeit konnten Forscher in bildgebenden Verfahren zeigen, dass Teenager die Cannabis konsumierten, einen dramatischen Rückgang von Nervenverbindungen im Hippocampus, einem Gehirnzentrum für Lernen und Gedächtnis, hatten. In einer anderen aktuellen Studie fanden Forscher heraus, dass Kiffen bei den Studienteilnehmern im Alter zwischen 13 und 38 Jahren zu einem nachweisbaren Rückgang des IQ führte.

In Deutschland liegen die Cannabis-Zahlen deutlich niedriger als in den USA. So hatten im Jahr 2010 3,2 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in den letzten zwölf Monaten häufiger als zehnmal Cannabis konsumiert. Dies geht aus einer Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Zucker-Stopp: So reagiert der Körper

Wie sich die Lust auf Süßes verringern lässt und wie sich weniger Zucker im Körper auswirkt.

Übergewicht oft Start für Krankheiten

Diesen Zusammenhang haben Forscher jetzt bereits für Kinder gezeigt.

Rissige Haut fördert Nahrungs-Allergien

Bei Neurodermitis trägt Hautpflege dazu bei, Nahrungsmittel-Allergien vorzubeugen.

Tanzen schützt Herz und Gehirn

Zwei Studien zeigen die diversen Vorteile von Tanzsport auf die Gesundheit.

Magersucht ist auch genetisch bedingt

Die Ursache für die Krankheit liegt offenbar auch in den Genen.

H1N1-Impfung: Risiko für Babys?

Forscher haben Kinder untersucht, deren Mütter in der Schwangerschaft gegen Schweinegrippe geimpft wurden.

CT nach kurzer Ohnmacht ist unnötig

Trotzdem erhalten viele Patienten eine Computertomografie des Schädels.

Nahrungsergänzung: Was ist sinnvoll?

Forscher haben viele Studien ausgewertet und kommen zu einem ernüchternden Ergebnis.

Was Kinder von Trickfilmen lernen

Zeichentrickfilme können Werte und Sprachfertigkeiten vermitteln.

Sport immer zur gleichen Uhrzeit?

Es lohnt sich, für das Training feste Zeiten am Tag einzuplanen.

Schon fünf Zigaretten pro Tag sind tödlich

Raucher haben ein dreifach höheres Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben.

Schützt Intervallfasten vor Diabetes?

Für eine gewisse Zeit auf Nahrung zu verzichten, hat mehrere Vorteile für die Gesundheit.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen