Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Husten-Dauer wird oft unterschätzt

Aktuelles

Hustender Mann an einem Teich

Viele Patienten schätzen die Dauer einer akuten Bronchitis zu kurz ein.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Mi. 16. Januar 2013

Bronchitis: Husten-Dauer wird oft unterschätzt

Wie lange braucht der Körper, um mit einer akuten Bronchitis fertig zu werden? Viel länger als viele meinen, haben US-Wissenschaftler der Universität von Georgia jetzt festgestellt.

Anzeige

Die meisten der rund 500 befragten US-Amerikaner gingen demnach davon aus, dass ein Husten sieben bis neun Tage andauert. Auch bei uns besagt eine alte Volksweisheit für Erkältung: "Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie". Tatsächlich brauche der Körper bei einer akuten Bronchitis jedoch eher 18 Tage, um sich von ihr zu befreien, schreiben die Wissenschaftler in dem Fachblatt Annals of Family Medicine. Dies ging aus einer Analyse von Daten aus 19 Studien zu akuter Bronchitis hervor.

Schon in seiner Zeit als Hausarzt hatte Mark Ebell, Mediziner und Autor der Studie, die enorme Kluft zwischen der Erwartung der Patienten und der Wirklichkeit festgestellt. Diese Diskrepanz, so die Vermutung, sei wahrscheinlich mitverantwortlich dafür, dass zu viele Antibiotika verschrieben würden. Viele Patienten mit Husten suchen nach vier bis fünf Tagen eine Arztpraxis auf, und verlassen sie mit einem Rezept für Antibiotika, so seine Erfahrung. "Aus klinischen Studien wissen wir, dass eine Behandlung mit Antibiotika bei einer akuten Bronchitis wenn überhaupt nur einen sehr geringen Nutzen hat", so Ebell. Diese Krankheiten werden meist durch Viren verursacht, bei denen Antibiotika nicht helfen. Das übertriebene Verschreiben dieser Arzneimittel führe dazu, dass sich bei Bakterien Resistenzen ausbilden und Antibiotika unwirksam werden, warnt der Mediziner.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lügensignale können trügen

Körpersignale, die auf Lügen hindeuten können, sind weit weniger eindeutig als oft gedacht.

5 Punkte, die vor Darmkrebs schützen

Jeder kann sein Darmkrebsrisiko senken, indem er auf einen gesunden Lebensstil achtet.

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen