Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Darmbakterien, die Diabetes vorbeugen

Aktuelles

Zwei fröhliche Teenager-Mädchen.

Immer mehr Kinder und Jugendliche erkranken an Diabetes. Ärzte sprechen mittlerweile von einer Diabetesepidemie.
© mauritius images

Sa. 19. Januar 2013

Darmbakterien, die Diabetes vorbeugen

Typ-1-Diabetes, der vor allem bei Jugendlichen immer häufiger auftritt, kann womöglich durch Darmbakterien gestoppt werden. Dies hat eine internationale Forschergruppe herausgefunden.

Anzeige

Bestimmte Darmbakterien könnten die Stoffwechselkrankheit Diabetes stoppen. Das schreiben Wissenschaftler aus Kanada und der Schweiz im Fachmagazin Science Express. Den Zusammenhang wiesen die Forscher in Versuchen mit Mäusen nach. Sie entdeckten, dass Darmbakterien, besonders im Körper männlicher Mäuse, die Produktion von Hormonen anregen können. Diese Hormone können die Entwicklung von Diabetes stoppen. Die Besiedelung des Darms mit diesen Bakterien wäre eine mögliche Therapie für Kinder und Jugendliche, die genetisch anfällig für Diabetes oder bereits daran erkrankt sind.

Typ-1-Diabetes wird durch Immunzellen verursacht. Sie beschädigen spezielle Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren. Die Folge: Mit der Zeit kann das Organ kein eigenes Insulin mehr ausschütten. Das Hormon muss gespritzt werden.

Der menschliche Körper enthält zehnmal mehr Bakterien als Körperzellen – und diese winzig kleinen Organismen sind wichtig für unsere Gesundheit. Im Darm helfen sie, Nahrungsmittel zu verdauen, sie versorgen den Körper mit Energie und Vitaminen und halten krankmachende Keime in Schach.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Rauchstopp stellt die "Uhr" zurück

Herz und Kreislauf erholen sich vom Rauchen, aber es dauert seine Zeit.

Neues Kontrastmittel macht MRT sicherer

Das Mittel auf Basis von Mangan scheidet der Körper schneller wieder aus.

Nachtschichten sind krebserregend

Ein Expertengremium untermauert diesen Zusammenhang mit neuen Daten.

Schwangerschaft: Wie Stress das Baby prägt

Hat die werdende Mutter viel Stress, kann das beeinflussen, wie sich die Nerven ihres Babys entwickeln.

Alzheimer: Müdigkeit als erstes Symptom

Die Erkrankung beginnt oft mit Schlafbedürfnis, Forscher wissen jetzt auch, warum das so ist.

Gelenkflüssigkeit verursacht Schmerz

Arthrose-Patienten quält offenbar nicht allein der Verschleiß ihrer Gelenke.

Therapie gegen Ebola in Sicht

Eine Studie im Kongo verlief so gut, dass sie vorzeitig abgebrochen werden konnte.

Überlebensvorteil dank Tumor-Bakterien

Beim Krebs der Bauchspeicheldrüse scheinen bestimmte Keime eine wichtige Rolle zu spielen.

Schlechter Schlaf: Was hält uns wach?

Alkohol, Koffein, Nikotin - Forscher haben untersucht, welche Substanzen den Schlaf stören.

Krafttraining lindert Schaufensterkrankheit

Betroffene leiden beim Gehen oft unter heftigen krampfartigen Schmerzen.

Depression bei jungen Patienten behandeln

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Psychotherapie besser hilft als Antidepressiva.

Tripper einfach aushungern?

Eine neue Therapie könnte eine Alternative zu Antibiotika sein, die immer häufiger versagen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen