Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung 50 Prozent weniger Amputationen möglich

Aktuelles

Mensch massiert seinen linken Fuß

Diabetiker können sich vor einem diabetischen Fuß wappnen, indem sie ihre Füße regelmäßig kontrollieren.
© Robert Kneschke - Fotolia

Fr. 18. Januar 2013

Diabetischer Fuß: Zahl der Amputationen könnte halbiert werden

Der diabetische Fuß ist eine gefürchtete Komplikation der Zuckerkrankheit. Mit Einlagen, professioneller Fußpflege, regelmäßigen Kontrollen und Informationen könnten rund die Hälfte der Amputationen bei Diabetikern vermieden werden, berichten schwedische Forscher.

Anzeige

Ursache für den diabetischen Fuß, unter Fachleuten auch diabetisches Fußsyndrom genannt, sind Nervenstörungen, die das Schmerzempfinden beeinträchtigen, oft aber auch eine schlechtere Durchblutung oder beides zusammen. Bleiben Druckstellen, kleinste Wunden oder Risse unbemerkt, kann dies zu schlecht heilenden Geschwüren führen, im schlimmsten Fall wird eine Amputation nötig. In Deutschland werden aufgrund des diabetischen Fußsyndroms etwa 40.000 Amputationen jährlich durchgeführt.

Forschungsschwerpunkt der schwedischen Wissenschaftler war der Schutz der Fußsohle von Diabetikern vor Fehlbelastungen. Hierfür trugen die Studienteilnehmer über einen Zeitraum von zwei Jahren eine von drei verschiedenen Einlagen. Nur 0,9 Prozent entwickelten im ersten Jahr neue Fußgeschwüre, berichten die Forscher. Bei Diabetikern mit vergleichbarer Krankengeschichte liegen die Werte bei drei bis acht Prozent. Die Forscher fanden heraus, dass gute Schuhe kombiniert mit Einlagen den Druck im Vergleich zum Barfußlaufen um bis zu 50 Prozent senken können. Alle drei Einlagen seien in der Lage gewesen, den Druck, der auf die Fußsohle wirke, effektiv zu verteilen und so das Risiko für die Entstehung von Geschwüren zu mindern, so die Forscher. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Obwohl 83 Prozent Diabetes-Patienten Hornhaut an den Füßen hatten, waren nur etwa zwei Drittel bei einem Fußspezialist in Behandlung.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Rauchstopp stellt die "Uhr" zurück

Herz und Kreislauf erholen sich vom Rauchen, aber es dauert seine Zeit.

Neues Kontrastmittel macht MRT sicherer

Das Mittel auf Basis von Mangan scheidet der Körper schneller wieder aus.

Nachtschichten sind krebserregend

Ein Expertengremium untermauert diesen Zusammenhang mit neuen Daten.

Schwangerschaft: Wie Stress das Baby prägt

Hat die werdende Mutter viel Stress, kann das beeinflussen, wie sich die Nerven ihres Babys entwickeln.

Alzheimer: Müdigkeit als erstes Symptom

Die Erkrankung beginnt oft mit Schlafbedürfnis, Forscher wissen jetzt auch, warum das so ist.

Gelenkflüssigkeit verursacht Schmerz

Arthrose-Patienten quält offenbar nicht allein der Verschleiß ihrer Gelenke.

Therapie gegen Ebola in Sicht

Eine Studie im Kongo verlief so gut, dass sie vorzeitig abgebrochen werden konnte.

Überlebensvorteil dank Tumor-Bakterien

Beim Krebs der Bauchspeicheldrüse scheinen bestimmte Keime eine wichtige Rolle zu spielen.

Schlechter Schlaf: Was hält uns wach?

Alkohol, Koffein, Nikotin - Forscher haben untersucht, welche Substanzen den Schlaf stören.

Krafttraining lindert Schaufensterkrankheit

Betroffene leiden beim Gehen oft unter heftigen krampfartigen Schmerzen.

Depression bei jungen Patienten behandeln

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Psychotherapie besser hilft als Antidepressiva.

Tripper einfach aushungern?

Eine neue Therapie könnte eine Alternative zu Antibiotika sein, die immer häufiger versagen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen