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Junge Frau benutzt ein Nasenspray

Nicht bei jedem Patienten mit dauerhaft entzündeten Nasennebenhöhlen wirken die herkömmlichen Arzneien ausreichend.
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Di. 19. Februar 2013

Chronische Sinusitis: Hilfe aus dem Meer

Ein Nasenspray auf Basis eines Meeresbakteriums könnte künftig Menschen mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung helfen, berichten britische Forscher in der Online-Fachzeitschrift PLoS ONE. Dies wäre ein Lichtblick für all jene, bei denen die herkömmliche Behandlung bei der sogenannten Sinusitis nicht anschlägt.

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Im Blickpunkt der Forscher steht das Meeresbakterium Bacillus licheniformis, das auf der Oberfläche von Algen lebt. In Laborexperimenten konnten die Wissenschaftler zeigen, dass ein spezielles Enzym des Bazillus in der Lage ist, fest zusammenhängende Schleimschichten mit Erregern, die Sinusitis hervorrufen, sogenannte Biofilme, um bis zu 58 Prozent aufzulösen. Im Schutz der schleimigen Barriere gelingt es Bakterien eher, schädlichen Einflüssen wie etwa Sprays und Antibiotika zu trotzen. Das Enzym, so die Forscher, zerlege die Molekülketten, mit denen sich die Bakterien gegenseitig festhalten. Es sei damit in der Lage, die Schleimstruktur teilweise aufzulösen. Ursprünglich war der Meeresorganismus untersucht worden, um zu prüfen, ob er bei der Reinigung von Schiffsrümpfen helfen könnte.

Eine Sinusitis kann mit einer ständig verstopften oder laufenden Nase, wiederkehrenden Kopfschmerzen, dem Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns und Gesichtsschmerzen einhergehen. Während es bei manchen Patienten möglich ist, der Krankheit mit Kortison-haltigen Nasensprays oder Antibiotika beizukommen, wirken diese Mittel in anderen Fällen nicht. Britische Forscher der Universität von Newcastle sind nun auf dem Weg, ein neues Nasenspray zu entwickeln, das Patienten mit chronischer Sinusitis helfen soll.

HH

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