Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Gute und schlechte Akne-Bakterien

Aktuelles

Junge Frau betrachtet im Spiegel einen Pickel auf der Nase

Gerade Jugendliche haben häufig unter den unschönen Akne-Pickeln zu leiden.
© sumnersgraphicsinc - Fotolia

Do. 28. Februar 2013

Gute und schlechte Akne-Bakterien

Bei einigen Menschen sprießen die Pickel zuhauf, andere bleiben weitestgehend von Akne verschont. Warum das so ist, hat ein Team US-amerikanischer Wissenschaftler untersucht und eine mögliche Erklärung für die ungerechte Pickelverteilung gefunden.

Anzeige

Die Antwort liegt in den Akne-Bakterien, die auf jeder Haut vorkommen und dort die Hautporen besiedeln. Zwar hören sie alle auf den gleichen Namen, Propionibacterium acnes, doch scheint je nach Hauttyp die Zusammensetzung der Bakterienstämme unterschiedlich zu sein, berichten die Forscher in der Zeitschrift Journal of Investigative Dermatology. Um den Mikroorganismen auf die Spur zu kommen, hatten sie mit einem Poren-Reinigungs-Pflaster Proben von den Nasen rund 100 Freiwilliger mit und ohne Pickel genommen. In einer anschließenden Erbgutanalyse der Bakterienstämme fanden die Wissenschaftler heraus, dass zwei spezielle Stämme offenbar besonders häufig bei Menschen vorkommen, die unter Akne leiden. Sie traten bei einem von fünf Akne-Geplagten auf, jedoch nur selten bei Personen mit reiner Haut.

Darüber hinaus entdeckten die Forscher aber auch einen Bakterienstamm, der besonders häufig bei gesunder Haut anzutreffen war, dagegen nur selten bei Akne. Dieser Stamm scheine einen schützenden Effekt auf die Haut zu haben, vermuten die Wissenschaftler. Akne-Patienten könnte es demnach vielleicht helfen, die Menge des körpereigenen hautfreundlichen Stamms der Aknebakterien zu erhöhen, zum Beispiel durch eine Creme oder Lotion. "Unser nächster Schritt wird es sein, zu untersuchen, ob eine Art probiotischer Creme das Eindringen von schädlichen Bakterien in die Haut blockieren und damit Pickel verhindern kann, bevor sie entstehen", so der Leiter der Studie, Huiying Li.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neue Art von Schwindel entdeckt

Viele Patienten könnten von einer vorbeugenden Behandlung profitieren.

Färbetablette hilft bei Darmkrebs-Diagnose

Durch die Tablette werden Polypen bei einer Darmspiegelung besser erkannt.

Die Geheimnisse der Darmflora

Forscher haben untersucht, welche Faktoren sich auf die Vielfalt der Darmbakterien auswirken.

Durchfall: E.coli trifft Blutgruppe A stärker

Der Durchfallkeim ist für einige Menschen gefährlicher als für andere.

Fisch schützt vor Herzkrankheiten

Arten, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, stehen am besten zweimal pro Woche auf dem Tisch.

Ehe: Streit schadet der Gesundheit

Spannungen mit dem Partner wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Depression häufig bei Hashimoto

Depressionen und Angst können mit einer Erkrankung der Schilddrüse zusammenhängen.

Darm: Joghurt dämpft Entzündungen

Möglicherweise könnte dieser Effekt helfen, Darm-Erkrankungen vorzubeugen.

Antibiotika verändern, wie Impfungen wirken

Die Medikamente greifen offenbar in den Aufbau der Immunabwehr ein.

Ingwer lindert Erbrechen bei Kindern

Eine Studie zeigt einen guten Effekt der asiatischen Wurzel bei Magen-Darm-Infekt.

Darmflora mischt bei Arteriosklerose mit

Bestimmte Darmbakterien sind offenbar an der Entstehung der Arterienverkalkung beteiligt.

Kohlenhydrate bei Diabetes minimieren?

Forscher haben einen alten Ansatz für die Therapie von Typ 1-Diabetes aufgegriffen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen