Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Gesundheitsrisiko bei Erstgeborenen höher

Aktuelles

Geschwisterpaar beim Gemüseschneiden, Junge isst eine Gurkenscheibe und schaut seine ältere Schwester an

Oft haben ältere Geschwister die Nase vorn, so leider auch bei Diabetes und Bluthochdruck - dort ist ihr Risiko, zu erkranken, größer.
© photophonie - Fotolia

Di. 12. Februar 2013

Höheres Gesundheitsrisiko für Erstgeborene

Ältestes Kind, Nesthäkchen oder mittendrin: Häufig ist die Reihenfolge der Geburt die Ursache von Rivalitäten unter Geschwistern. In einer Studie fanden neuseeländische Forscher heraus, dass es aus gesundheitlicher Sicht kein Vorteil ist, als erster das Licht der Welt erblickt zu haben.

Anzeige

Erstgeborene Kinder und damit auch Einzelkinder scheinen demnach ein höheres Risiko zu haben, später einmal Diabetes oder Bluthochdruck zu entwickeln. In ihren Forschungsarbeiten, die an der Universität von Auckland durchgeführt wurden, konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die Insulinempfindlichkeit bei Erstgeborenen um 21 Prozent geringer war als bei Kindern, die ältere Geschwister hatten. Darüber hinaus hatten die zuerst Geborenen tagsüber einen etwas höheren Blutdruck, berichten die Forscher im Fachblatt Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism.

Die Unterschiede im Stoffwechsel erklären Wayne Cutfield und Kollegen damit, dass es bei einer Frau während einer ersten Schwangerschaft zu Veränderungen der Gebärmutter komme. Als Folge dieser Veränderungen werde in nachfolgenden Schwangerschaften der Fötus besser mit Nährstoffen versorgt.

Obwohl die Reihenfolge der Geburt alleine kein Zeichen für eine spätere Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei, könne die Tatsache, als Erstgeborener zur Welt gekommen zu sein, zum Gesamtrisiko beitragen, so Wayne Cutfield. Ob und wie sich diese Tendenz auch im späteren Alter fortsetze, müsse allerdings noch weiter erforscht werden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Herzinfarkt: Zögern ist gefährlich

Auch schleichend beginnende Beschwerden sind ein Notfall und müssen ernst genommen werden.

Vorurteile wirken sich auf Krebstherapie aus

Unverheiratete Patienten werden bei der Behandlung offenbar benachteiligt.

Warum wir zunehmen, wenn wir älter werden

Viele Menschen legen mit den Jahren an Gewicht zu, obwohl sie sich genauso ernähren wie zuvor.

Filter schützen vor Schlaganfall

Ein Filter, der in die Halsschlagader eingesetzt wird, schützt Patienten vor einem Schlaganfall.

Wie Hörgeräte die Gesundheit schützen

Ein unbehandelter Hörverlust kann Stürze, Depressionen und sogar Demenz nach sich ziehen.

Vegetarier haben ein gesünderes Herz

Wer auf Fleisch verzichtet, hat ein geringeres Risiko für eine Gefäßverkalkung.

Krebs tödlicher als Herz-Kreislauf-Leiden

In reichen Ländern ist Krebs mittlerweile die Todesursache Nummer eins.

Früher Tod durch süße Getränke?

Ab zwei Softdrinks täglich, egal ob mit Zucker oder Süßstoff, steigt das Risiko.

Zeit mit den Enkeln hält gesund

Senioren, die regelmäßig etwas mit ihren Enkeln unternehmen, leben länger.

Gluten schadet Gesunden nicht

Wer nicht unter einer Unverträglichkeit leidet, muss auf Brot, Nudeln & Co nicht verzichten.

Dicke Menschen sind eher depressiv

Mit jedem überflüssigen Kilo steigt das Risiko für eine Depression.

Jeden zweiten Tag fasten: Was passiert?

Eine solche Diät hat offenbar mehrere positive Auswirkungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen