Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Immunsystem: Zink tritt auf die Bremse

Aktuelles

Frau unter türkisblauem Regenschirm putzt sich die Nase

Bei einer Erkältung werden die körpereigenen Abwehrkräfte gefordert. Zink kann das Immunsystem dabei unterstützen, Erreger zu bekämpfen.
© Patrizia Tilly - Fotolia

Sa. 09. Februar 2013

Immunsystem: Zink tritt auf die Bremse

Ob Zink tatsächlich hilft, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist, wird kontrovers diskutiert. Forscher haben jetzt untersucht, welche Rolle das Spurenelement für die körpereigenen Abwehrkräfte spielt. Ihr Ergebnis: Zink ist wichtig, weil es die Immunantwort auf Erreger im Zaum hält.

Zink greift demnach in einen Reaktionsweg ein, der startet, wenn Krankheitserreger lokalisiert werden. Das berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift Cell Reports. Ohne die Anwesenheit von Zink würde dieser Prozess zu einer extremen Entzündungsreaktion führen. So aber wirke Zink wie eine leichte Bremse, mit deren Hilfe die Immunantwort ausbalanciert wird. "Eine robuste Entzündungsreaktion ist Teil der natürlichen Abwehr, die uns gegenüber Viren und Bakterien schützt", so Daren Knoell, Hauptautor der Studie. Verlaufe sie jedoch unkontrolliert und falle zu stark aus, richte sie sich nicht nur gegen die Erreger, sondern könne auch körpereigene Zellen schädigen.

Anzeige

Zwar hatten die Forscher die Wirkung von Zink auf das Immunsystem im Zusammenhang mit einer Blutvergiftung untersucht. Doch könnten diese Ergebnisse ebenfalls erklären, warum Zinktabletten, die zu Beginn einer Erkältung eingenommen werden, den Krankheitsverlauf abmildern können.

Die empfohlene Menge an Zink liegt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für erwachsene Frauen bei sieben, für Männer bei zehn Milligramm am Tag. Das Spurenelement ist in Fleisch und Geflügel enthalten. Weitere gute Zinkquellen sind Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Eier, Nüsse und Vollkornprodukte. Eine ausreichende Zinkzufuhr sei mit einer abwechslungsreichen Mischkost leicht zu erreichen, so die Ernährungsexperten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pille beeinflusst Lust auf Sex

Gewisse Hormonzusammensetzungen wirken sich auf das sexuelle Verlangen aus.

Optimistische Frauen leben länger

Eine positive Einstellung macht das Leben nicht nur leichter, sondern auch länger.

Alter beeinflusst Nährstoffe im Blut

Nicht nur die Ernährung beeinflusst, wie gut wir mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind.

Blutdruck-Messung beim Arzt oft verzerrt

Offenbar werden zu hohe Werte in der Arztpraxis nicht immer erkannt.

Diese 3 Sportarten verlängern das Leben

Einige Sportarten wirken sich positiver auf die Gesundheit aus als andere.

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen