Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Kohlenhydrate als Diabetes-Risikofaktor

Aktuelles

Leicht übergewichtige junge Frau greift zögerlich nach einem Brötchen aus einem Brotkorb

Weißbrot und Brötchen gelten als Lebensmittel mit hoher glykämischer Last.
© Ella - Fotolia

Fr. 01. Februar 2013

Kohlenhydrate als Risikofaktor für Diabetes

Nudeln, Brot und Süßigkeiten: Je höher der Anteil verwertbarer Kohlenhydrate in der Ernährung, umso größer scheint das Risiko, zuckerkrank zu werden. Dies geht aus einer Übersicht über die bisherigen Forschungsarbeiten zu diesem Thema hervor, berichtet ein britisch-US-amerikanisches Forscherteam.

Anzeige

Die Wissenschaftler hatten die Ergebnisse bisheriger Studien analysiert und einen eindeutigen Zusammenhang gefunden: Demnach scheint sich das Risiko für Typ-2-Diabetes mit steigender Menge der "schnellen" Kohlenhydrate in der Nahrung zu erhöhen. Fachsprachlich wird das glykämische Last genannt. Die glykämische Last eines Lebensmittels wird dadurch bestimmt, wie viele Kohlenhydrate es enthält und welche Auswirkungen diese auf den Blutzuckerspiegel haben, also ob der Körper sie schnell oder nur langsam aufnimmt.

Eine hohe glykämische Last haben unter anderem Getreideprodukte, Reis, Nudeln, Zucker, Honig und etliche Süßigkeiten. Sie enthalten viele Kohlenhydrate, die schnell ins Blut gelangen und den Blutzuckerspiegel rasch erhöhen. Mahlzeiten, die weniger Zucker enthalten und/oder Zuckerarten, die der Körper nur langsam ins Blut schleust, haben dagegen in der Regel eine geringe glykämische Last. Hierzu gehören z.B. Vollkornprodukte, Gemüse, Käse und unverarbeitete Milchprodukte oder Nahrungsmittel, die ohnehin einen geringem Zuckergehalt aufweisen.

Menschen, die eine Ernährung mit einer geringeren glykämischen Last bevorzugen, haben offenbar ein entsprechend geringeres Risiko, an Typ 2-Diabetes zu erkranken, berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift The American Journal of Nutrition.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lebensmittel besser kennzeichnen?

Viele Menschen können mit den Kalorien- oder Nährwertangaben nicht viel anfangen.

Unser Körper altert in drei Phasen

Mit 34, 60 und 78 Jahren geschehen die größten Veränderungen.

Essen im Takt der biologischen Uhr

Die Mahlzeiten an die Tageszeit anzupassen, bringt vor allem für Diabetiker Vorteile.

Hohes Cholesterin ist riskant für Jüngere

Für Menschen unter 45 Jahren bedeutet ein hoher Cholesterinspiegel ein besonderes Risiko.

OP-Infektionen mit Honig verhindern?

Manuka-Honig aus Neuseeland ist in der Lage, das Wachstum von Bakterien zu hemmen.

Neuropathie frühzeitig am Auge erkennen

Die Krankheit macht sich oft erst bemerkbar, wenn sie schon fortgeschritten ist.

Politik kann Todesfälle durch Krebs senken

Strategien wie Werbeverbote für Zigaretten zeigen offenbar Wirkung.

Säureblocker nicht zu häufig einnehmen

Medikamente gegen Sodbrennen erhöhen das Risiko für Magen-Darm-Infekte deutlich.

Wie sich Bakterien im Haushalt verbreiten

Forscher haben multiresistente Keime in verschiedenen Haushalten verfolgt.

Glaukom: Schadet Feinstaub den Augen?

Luftverschmutzung erhöht offenbar das Risiko für ein Glaukom.

Viele Jugendliche bewegen sich zu wenig

Die wenigsten Teenager schaffen es, sich eine Stunde pro Tag zu bewegen.

Rheuma: Abnehmen bessert Therapie

Bei übergewichtigen Patienten wirken viele Rheuma-Medikamente schlechter.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen