Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schaufensterkrankheit: ACE-Hemmer hilft

Aktuelles

Senior im Fitnessstudio auf dem Laufband

Menschen, die unter der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit leiden, können dank blutdrucksenkender ACE-Hemmer länger schmerzfrei gehen.
© Luc Ubaghs - Fotolia

Mi. 06. Februar 2013

Länger schmerzfrei gehen dank ACE-Hemmer

Bei Menschen mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder Schaufensterkrankheit treten oft schon nach kürzesten Gehstrecken Schmerzen in den Beinen auf. Forscher haben jetzt in einer Studie gezeigt, dass blutdrucksenkende ACE-Hemmer hier helfen können – zumindest ein wenig.

Anzeige

Studienteilnehmer, die über 24 Wochen einen speziellen ACE-Hemmer, Ramipril, eingenommen hatten, konnten auf einem Laufband 75 Sekunden länger schmerzfrei gehen als Teilnehmer, die nur ein Scheinmedikament, ein sogenanntes Placebo, erhalten hatten. Das entspricht einer Verbesserung von 77 Prozent. Die maximale Gehzeit verlängerte sich um gut vier Minuten im Vergleich zur Placebo-Gruppe und war damit sogar um 123 Prozent länger, schreiben die australischen Forscher in der Fachzeitschrift JAMA. Darüber hinaus schätzten diese Patienten nicht nur ihr Gehvermögen, genauer gesagt die absolvierte Strecke, die Geschwindigkeit und die Fähigkeit Treppen zu steigen, besser ein, sondern auch ihre Lebensqualität im Allgemeinen.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, in fortgeschrittenem Stadium auch unter dem Begriff Schaufensterkrankheit bekannt, hat ihre Ursache in einer zunehmenden Verengung der Arm- und vor allem der Beinschlagadern. Dies zwingt Betroffene dazu, beim Gehen wegen zunehmender Schmerzen in den Beinen immer wieder eine Pause einzulegen. Der Schmerz, der etwa während eines Spaziergangs in der Beinmuskulatur entsteht, legt sich in der Ruhephase wieder. Die derzeitige Therapie zielt darauf ab, das Risiko für das Herz-Kreislauf-System zu verringern, die Gehleistung zu verbessern und die Lebensqualität zu heben. Zur Anwendung kommen hierfür bisher unter anderem Gehtraining, Medikamente, die die Gerinnungseigenschaften des Blutes oder die Durchblutung verbessern, oder Operationen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Statine schützen vor Thrombose

Die Cholesterinsenker zeigen interessante "Nebenwirkungen".

Stress im Job erhöht Krebsrisiko

Auswirkungen zeigen sich jedoch erst nach einer bestimmten Zahl von Jahren.

Interessante Theorie zur Arteriosklerose

Deutscher Herzchirurg stellt die bisherige Lehrmeinung infrage.

Feinstaub kann Viren wecken

Nanopartikel aus Abgasen reaktivieren Krankheitserreger im Lungengewebe.

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen