Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mit Mariendistel gegen Hautkrebs

Aktuelles

Blüte einer Mariendistel

Die Mariendistel ist heute in vielen Ländern Europas zu finden.
© Martina Berg - Fotolia

Sa. 02. Februar 2013

Mariendistel liefert Waffe gegen Hautkrebs

Ein Stoff aus der Mariendistel, das Silibinin, kann vor Hautkrebs schützen, der durch UV-Strahlung verursacht wird, berichten US-amerikanische Forscher. Je nach Art der Strahlung – UVA oder UVB – sind die Schutzmechanismen allerdings ganz unterschiedlich.

Anzeige

"Wenn eine Hautzelle durch UV-Strahlung geschädigt wurde, möchte man sie entweder abtöten oder reparieren", so Rajesh Agarwal vom Krebszentrum der University of Colorado. Die Substanz aus der Mariendistel tue beides, je nachdem welche Strahlung betrachtet wird. So werden Zellen, deren Erbsubstanz durch UVA-Strahlung geschädigt worden sei, durch Silibinin vermehrt abgetötet. Gesunde Hautzellen, in diesem Fall die Keratinozyten, bleiben dagegen unbeeinflusst. Für sie sei das Silibinin harmlos, schreiben die Forscher im Fachblatt Photochemistry and Photobiology.

In einer weiteren Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular Carcinogenesis veröffentlicht wurden, konnten die Forscher für UVB-Strahlung einen schützenden Effekt des Silibinins nachweisen. Es erhöhe die Produktion von Interleukin-12, einem Eiweißstoff, der helfe, geschädigte Zellen zu reparieren. Um das Potenzial von Silibinin in der Zukunft zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs nutzen zu können, fahren Agarwal und seine Kollegen nun fort, die Effektivität des Wirkstoffs in weiteren Studien zu testen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wer Steak durch Fisch ersetzt, lebt gesünder

Vor allem Männer über 50 und jüngere Frauen würden davon profitieren.

10 Jahre jünger durch Kreuzworträtsel

Wer sich regelmäßig mit Rätseln beschäftigt, hält sein Gehirn fit.

Zusatzstoff E171 stört die Darmflora

Der Farbstoff steckt vor allem in Kaugummis, Zahnpasta oder Mayonnaise.

Babys Gehirn profitiert von Nüssen

Essen Mütter in der Schwangerschaft viele Nüsse, entwickelt sich das Gehirn ihrer Kinder besser.

Kaffee: Nicht mehr als 6 Tassen pro Tag

Bei mehr Tassen Kaffee steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zungenschrittmacher bessert den Blutzucker

Bei Schlafapnoe profitiert nicht nur der Schlaf, sondern auch der Stoffwechsel von diesem Implantat.

Blutzucker-Mittel lindert Fibromyalgie

Die Schmerzerkrankung könnte mit Problemen mit dem Zuckerstoffwechsel zusammenhängen.

Weniger Sex in britischen Betten

Eine britische Studie zeichnet ein trauriges Bild für das Liebesleben in Großbritannien.

Herzpatienten: Keine Angst vor dem Defi

Mit einer speziellen Schulung kommen Patienten besser mit ihrem implantierten Defibrillator zurecht.

Eltern unterschätzen das Übergewicht

Wiegen Kinder zu viel, nehmen viele Eltern und Ärzte das nicht wahr.

Warum Geruchstests Leben retten könnten

Ein nachlassender Geruchssinn deutet auf einen vorzeitigen Tod hin.

Hoher Ruhepuls ist ein Risiko

Mit jedem zusätzlichen Schlag pro Minute erhöht sich die Gefahr für einen vorzeitigen Tod.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen