Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Asthma-Medikament hilft bei Nesselsucht

Aktuelles

Erdnüsse

Bestimmte Nahrungsmittel, darunter Erdnüsse, können einen Nesselausschlag auslösen.
© Andre Bonn - Fotolia

Di. 26. Februar 2013

Mit Asthma-Wirkstoff erfolgreich gegen Nesselsucht

Die Nesselsucht, im Fachjargon Urtikaria genannt, quält Betroffene durch juckende Quaddeln und schmerzhafte Schwellungen der Haut. Für all jene, bei denen die herkömmliche Therapie nicht anschlägt, gibt es jetzt neue Hoffnung: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Asthma-Medikament gegen den Juckreiz helfen kann.

Das Medikament im Blickpunkt des internationalen Forscherteams unter der Leitung Berliner Wissenschaftler ist Omalizumab, ein Wirkstoff, der derzeit bei der Behandlung von schwerem allergischem Asthma bronchiale zum Einsatz kommt. Es führe bei Patienten mit chronischer Nesselsucht, denen die übliche Therapie mit antiallergischen Medikamenten nicht geholfen habe, zu einer Linderung der Beschwerden - bei manchen bereits nach wenigen Tagen. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine. So sei der Asthma-Wirkstoff in der Lage, allergische Hautreaktionen wie Juckreiz zu lindern.

Anzeige

"Omalizumab hat sich als das weitaus wirksamste Medikament erwiesen, dass je bei Urtikaria verabreicht wurde", sagte Marcus Maurer, Hauptautor der Studie. Bei dieser Studie handelte es sich um eine sogenannte Phase-III-Studie, quasi die letzte Klippe vor Zulassung eines Medikaments. Der Hersteller des Wirkstoffs kündigte jedoch an, die Studie erst noch gründlicher auswerten zu wollen, bevor er beantragt, die Zulassung von Omalizumab auf die Behandlung von Nesselsucht auszuweiten.

Nesselsucht kann unter anderem durch bestimmte Nahrungsmittel beziehungsweise deren Zusatzstoffe oder eine Medikamentenunverträglichkeit hervorgerufen werden, sie kann als allergische Reaktion auftreten oder wenn sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen den eigenen Körper richtet. Manchmal ist allerdings auch kein Grund für das Auftreten der juckenden Quaddeln zu finden. Hält die Erkrankung länger als sechs Wochen an, spricht man von einer chronischen Urtikaria, die dann im Durchschnitt fünf Jahre andauert.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Gewebepflaster für Herzerkrankungen?

Forscher haben künstliches Herzgewebe erfolgreich an Tieren getestet.

Riskant: Arzneimittel und Alkohol

Die Kombination führt immer häufiger zu Notaufnahmen, vor allem bei Personen über 40.

Höhere Bildung, niedriger Blutdruck

Je höher die Schulbildung, desto geringer sind oft auch Körpergewicht und Blutdruck.

Energy Drinks - ein Gesundheitsrisiko?

Das BfR warnt Kinder und Jugendliche vor dem Konsum großer Mengen an Energy Drinks.

So wichtig ist gesundes Essen im Job

Es lohnt sich, auch während der Arbeitszeit auf das Essverhalten zu achten.

Tagsüber fasten gegen Übergewicht

Fasten wie im Ramadan könnte helfen, überschüssige Pfunde abzubauen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen