Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Stress im Job hat Folgen fürs Alter

Aktuelles

Gestresste Frau am vollen Schreibtisch mit Telefon am Ohr

Stress macht krank und führt zu Problemen im Alter.
© Techniker Krankenkasse

Di. 05. Februar 2013

Stress im Job hat Folgen fürs Alter

Wer in seiner Lebensmitte dauerhaft gestresst ist, muss im fortgeschrittenen Alter mit stärkeren Einschränkungen rechnen als ausgeglichene Personen. Zu diesem Ergebnis kommen finnische Forscher, die die Langzeitfolgen von Stress im Arbeitsleben untersucht hatten.

Das Gefühl von Stress äußerte sich bei den untersuchten Menschen zwar in vier verschiedenen Formen: durch Depressivität und eine negative Einstellung zur Arbeit, durch einen gefühlten Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit, durch Schlafstörungen oder durch körperliche Symptome. Doch unabhängig von der Form, stand jede Art von Stress fast 30 Jahre später mit Einschränkungen im Alltagsleben in Zusammenhang, berichten die Forscher in The Journals of Gerontology.

Anzeige

Besonders deutlich zeigte sich dies bei chronisch gestressten Arbeitnehmern. Diese hatten im Alter deutlich mehr Probleme bei alltäglichen Verrichtungen wie dem Einkaufen, leichter Hausarbeit, dem Umgang mit Geld, der richtigen Einnahme von Medikamenten und dem Telefonieren. Selbst einfache Tätigkeiten wie Baden und Anziehen fielen vormals gestressten Arbeitnehmern im Alter schwerer. Auch waren sie häufiger nicht mehr in der Lage, eine Strecke von zwei Kilometern zu Fuß zurückzulegen.

Der Grund dafür könnte sein, dass Stress oft mit chronischen Erkrankungen oder einem ungesunden Lebensstil einhergehe, so die Forscher. Zudem könnte die anhaltende Aktivierung von Stress-Reaktionen zu einer Art Verschleiß des menschlichen Körpers führen, was sich im Alter nachteilig auswirken würde, vermuten die finnischen Wissenschaftler.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie ähnlich sind sich Depression und Angst?

Immunsystem und Fettstoffwechsel der Patienten zeigen deutliche Unterschiede.

Weniger Kalorien, längeres Leben

Wie die Ernährung und die Körpertemperatur die Lebensdauer beeinflussen.

Achtsames Atmen gegen Bluthochdruck

Langsames und bewusstes Atmen mildert Stress und könnte auch den Blutdruck senken.

Sprachtherapie nach Schlaganfall

Eine neue Studie zeigt, dass eine kurze und intensive Therapie nicht unbedingt die beste ist.

Schadet Bluthochdruck dem Gehirn?

Hohe Blutdruck- und Blutzuckerwerte könnten die Denkgeschwindigkeit verlangsamen.

Männer sind häufiger nachtaktiv

Männer und Frauen haben oft einen unterschiedlichen Tagesrhythmus.

Erkältung schützt vor der Grippe

Eine Erkältung bereitet das Immunsystem auch auf andere Viren vor.

Auch wenig Alkohol macht dick

Schon ein Glas Wein oder Bier pro Tag steht mit überflüssigen Kilos in Zusammenhang.

Erhöht Haarefärben das Krebsrisiko?

Forscher haben Frauen, die sich ihre Haare selbst zu Hause färben, über 30 Jahre lang beobachtet.

Fast Food lässt uns schneller altern

Stark verarbeitete Lebensmittel haben einen negativen Effekt auf unser biologisches Alter.

E-Zigaretten schaden der Mundgesundheit

Der Dampf der E-Zigaretten sorgt für Entzündungen im Mundraum.

Schwangere trinken besser keinen Kaffee

Eine neue Analyse zeigt, dass jede Tasse Kaffee ein Risiko ist.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen