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Rauchende Seniorin mit gelbem Top im Freien

Die Hauptursache von Lungenkrebs ist nach wie vor das Rauchen.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Mi. 13. Februar 2013

Todesursachen: Lungenkrebs überholt bald Brustkrebs

Bei den Todesursachen durch Krebsleiden lag bei Frauen in Europa bislang der Brustkrebs vorne. Dies könnte sich in der Mitte dieses Jahrzehnts ändern. Dann, so prognostizieren Wissenschaftler aus Italien und der Schweiz, werde voraussichtlich Lungenkrebs die Rolle des Spitzenreiters in der Krebsstatistik übernehmen.

Die Forscher hatten das Auftreten von Krebserkrankungen in der gesamten EU sowie speziell für die Länder Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien analysiert. Alles in allem werden nach Voraussage der Wissenschaftler in diesem Jahr über 1,3 Millionen Europäer an Krebs sterben. Auf 100.000 Einwohner gerechnet nehme die Sterberate damit seit dem Jahr 2009 leicht ab, für Männer um sechs, für Frauen um vier Prozent, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Annals of Oncology.

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Obwohl damit immer weniger Menschen einem Krebsleiden erliegen, ist dieser Trend nicht bei allen Krebserkrankungen vorhanden. So stiegen bei Frauen die Todesfälle durch Lungenkrebs seit 2009 um sieben Prozent an. Dagegen sterben immer weniger Frauen an Brustkrebs. "Sollte sich diese gegenläufigen Tendenz fortsetzen, wird im Jahr 2015 Lungenkrebs bei Frauen die Haupttodesursache bei Krebsleiden sein", so Carlo La Vecchia von der Universität Mailand. Eine Entwicklung, die für manche Länder wie Großbritannien und Polen heute schon zutrifft.

Der prognostizierte Anstieg an Lungenkrebserkrankungen in Großbritannien könnte mit dem Umstand zusammenhängen, dass in den 1960er- und 1970er-Jahren besonders viele junge Engländerinnen mit dem Rauchen begonnen haben, vermuten die Wissenschaftler. Rauchen gilt wie Alkohol und Übergewicht als eine der Ursachen für die Entstehung von Krebs. Dass die Sterberate bei Brustkrebs seit 2009 um sieben Prozent gefallen ist, rechnen die Wissenschaftler dem Fortschritt in der Behandlung sowie Screening und Früherkennungsuntersuchungen an.

HH

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