Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Vitamin D im Winter: Solarium nicht nötig

Aktuelles

Junge Frau mit Wintermantel steht im Freien und genießt die Sonne

Um die Vitamin-D-Speicher zu füllen, lautet auch im Winter die Devise: Raus an die frische Luft und Sonne tanken.
© Nikita Vishneveckiy - Fotolia

Fr. 15. Februar 2013

Vitamin-D-Mangel vorbeugen – ohne Solarium

Im Winter wird das Sonnenvitamin D knapp. Doch anders als oftmals behauptet, benötigt der Körper auch in der lichtarmen Jahreszeit keine Extraportion UV-Licht durch Solarienbesuche, betonen deutsche Hautärzte und das Bundesamt für Strahlenschutz in einer gemeinsamen Erklärung und warnen vor den Folgen des künstlichen Lichts.

Solarienbesuche, so die einhellige Meinung der Experten, schaden der Haut mehr als sie nützen. "Im Solarium kann die UV-Strahlung so stark sein wie im Sommer zur Mittagszeit am Äquator", so Thomas Jung vom Bundesamt für Strahlenschutz. Dies sei nicht gesund und der Besuch von Solarien für Kinder und Jugendliche daher gesetzlich verboten. Aus einer aktuellen Studie gehe hervor, dass Solariennutzer ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs haben als Menschen, die nicht unters Solarium gehen, heißt es in der Erklärung. Für jene, die sich schon vor dem 35. Lebensjahr mit künstlichem UV-Licht bräunen, steigt die Gefahr demnach sogar um 40 Prozent an. Das Fazit der Experten: Niemand sollte zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels ins Solarium gehen. Bestehe ein gravierender Mangel an Vitamin D, gehöre dies vielmehr in die Hände eines Arztes. Dieser kann dann Vitamin-D-Präparate aus der Apotheke verordnen.

Anzeige

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die menschliche Gesundheit, vor allem für die Knochen. Fällt Sonnenlicht auf die unbedeckte Haut, bildet sie das Vitamin selbst. Im Winter ist Sonnenlicht jedoch Mangelware. Neben einer ausgewogenen Ernährung empfehlen Experten daher, schon im Sommer vorzusorgen und die Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Das Rezept: Regelmäßig an die frische Luft gehen, die Ärmel hochkrempeln und das Gesicht in die Sonne halten. Seine tägliche kleine Sonneneinheit - auch im Winter - bekommt man beispielsweise, wenn man die Mittagspause im Freien verbringt oder regelmäßig einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft, zum Beispiel zur Bank, zur Post oder zum Kindergarten, in den Tagesablauf einplant. Dabei sollte man sich jedoch vor Sonnenbränden schützen, die ihrerseits das Hautkrebsrisiko erhöhen, so die Warnung der Hautärzte.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Später Schulbeginn gleich bessere Noten?

Ein späterer Unterrichtsbeginn wirkt sich positiv auf die schulischen Leistung aus.

Weniger desinfizieren vermeidet Resistenzen

Der Einsatz von Desinfektionsmitteln im normalen Alltag scheint Antibiotikaresistenzen bei Bakterien zu fördern.

10 einfache Tipps gegen Winterspeck

Die Weihnachtszeit lockt mit vielen Leckereien. Diese Tipps helfen, das Gewicht zu halten.

Warum rotes Fleisch dem Herzen schadet

Eine große Rolle dabei spielen offenbar die Darmbakterien.

Erziehung beeinflusst Kinder mehr als Gene

Die Eltern haben einen großen Einfluss auf das soziale Verhalten ihrer Kinder.

Sport kurbelt den Stoffwechsel an

Dieser Effekt hält sogar mehrere Tage an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Vorhofflimmern durch zu viel Salz?

Zu viel Salz im Essen erhöht nicht nur den Blutdruck, wie eine neue Studie zeigt.

Warum Patienten ihren Arzt anlügen

Viele Patienten wollen, dass ihr Arzt eine gute Meinung von ihnen hat.

Kampf gegen HIV noch lange nicht am Ende

Der Kampf gegen HIV verläuft in Europa nicht ganz so erfolgreich, wie geplant.

Mehr ADHS-Diagnosen bei Sommer-Kindern

Ein zu früher Schulstart führt bei Kindern häufig zu ADHS-Fehldiagnosen.

E-Zigaretten: Werbung verführt zum Rauchen

Werbeplakate und Fernsehspots beeinflussen Jugendliche stärker, als bislang gedacht.

Männer: Spielsucht verändert Gehirn

Zwanghaftes Zocken verändert bei Männern offenbar die Hirnaktivität.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen