Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Lernen: Manchen fällt es schwerer

Aktuelles

Zwei Kinder sitzen überlegend am Schulschreibtisch.

Nicht jedem ist es gegeben, in Nullkommanichts den Lernstoff zu behalten.
© Picture-Factory - Fotolia

Do. 14. Februar 2013

Was gute und schlechte Lerner unterscheidet

Lernen: Manchen fällt es leicht, andere tun sich schwer damit. Verantwortlich dafür sind unter anderem das Erbgut, der Aufbau des Gehirns und die Aufmerksamkeit. Forscher haben jetzt herausgefunden, warum manche Menschen bei Lernprozessen, die keine Aufmerksamkeit erfordern, besser lernen als andere.

Die Wissenschaftler aus Berlin, Bochum und Leipzig hatten den Tastsinn von Studienteilnehmern trainiert, der dadurch normalerweise sensibler wird. Hierzu hatten sie die Hände der Testpersonen 30 Minuten lang wiederholt elektrisch gereizt. Vor und nach der Stimulation war mit zwei Nadeln ein leichter Druck auf die Hand ausgeübt worden, um den geringsten Abstand zu finden, an dem die beiden Druckempfindungen noch als zwei separate Reize wahrgenommen wurden. Durch dieses passive Training hatte sich der Tastsinn bei den meisten der 26 Teilnehmer verbessert, allerdings nicht bei allen.

Anzeige

Hirnstrom-Messungen zeigten, dass sich bei guten Lernern die Hirnaktivität auf eine charakteristische Weise veränderte. Dies betraf die sogenannten Alpha-Wellen, die anzeigen, wie gut das Gehirn Sinneseindrücke, die zum Lernen benötigt werden, verarbeitet. Je höher die Alpha-Aktivität vor dem passiven Tasttraining war, umso besser lernten die Teilnehmer. Gleichzeitig war das Lernen besser, je mehr die Alpha-Aktivität während des Trainings abnahm, berichten die Forscher in der Zeitschrift Journal of Neuroscience. Das Hauptproblem bei schlechteren Lernern schien demnach darin zu liegen, dass das Gehirn die zu lernenden Informationen an den entscheidenden Stellen nur unzureichend verarbeitet.

Nun sei es interessant herauszufinden, in wieweit sich diese Alpha-Aktivität willentlich beeinflussen lasse, so Hubert Dinse von der Ruhr-Universität Bochum. Dies könnte künftig vielleicht bei der Behandlung von Hirnschäden helfen, aber auch ganz allgemein dazu dienen, Lernvorgänge besser zu verstehen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kinder: Lauf-Test deckt Herz-Risiko auf

Wem früh die Puste ausgeht, der ist im späteren Leben möglicherweise gefährdet.

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen