Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Blutzucker: Gerät sagt Werte voraus

Aktuelles

Frau spritzt sich Insulin in eine Bauchfalte

Wer weiß, dass sein Blutzuckerspiegel in Kürze steigen wird, kann rechtzeitig vorbeugen, Insulin spritzen und so Blutzuckerspitzen vermeiden.
© Dmitry Lobanov - Fotolia

Mo. 25. März 2013

Diabetes: Neues Gerät sagt Zuckerwerte voraus

Im Rahmen eines EU-finanzierten Projekts haben Forscher ein Gerät entwickelt, das Blutzuckerwerte für Diabetiker voraussagen kann und danach Empfehlungen abgibt, wie sie möglichen Höhen und Tiefen des Blutzuckerspiegels vorbeugen können.

Mit dem neuen Gerät wissen Diabetiker, ob ihr Zucker ansteigen oder absinken wird, und können rechtzeitig handeln. "Diese vorausschauende Feinabstimmung würde den Blutzuckerspiegel konstant halten und die ganzen Höhen und Tiefen des Blutzuckerspiegels vermeiden, die für die Patienten so frustrierend und für den Körper langfristig schädlich sein können", sagt Projekt-Koordinator Jens Poulsen.

Anzeige

In der ersten Phase des Projekts trug eine Gruppe von 90 Diabetes-Patienten freiwillig eine Reihe von Geräten, die ihre Vitalfunktionen dauerhaft überwachten. Es stellte sich heraus, dass die wichtigsten Kriterien für die Vorhersage der aktuelle Blutzuckerspiegel, die Insulinwerte und die Nahrungsaufnahme waren. Durch deren Überwachung waren die Forscher in der Lage, den Blutzuckerspiegel 20 Minuten im Voraus zu bestimmen, wobei sie in über 90 Prozent der Fälle eine annehmbare Genauigkeit erreichten. Die Vorhersagen für 40 und 60 Minuten besaßen noch in mehr als 80 Prozent der Fälle eine akzeptable Genauigkeit.

Die Projektpartner haben nun den Vorläufer eines Handgerätes entwickelt, in das die Patienten ihre Messergebnisse und Mahlzeiten eingeben. Ein Zusatzprogramm, das in Zusammenarbeit mit Diabetesexperten entstand, errechnet dann aus diesen Daten den künftigen Blutzuckerverlauf und wie der Patient sinnvoll darauf reagiert. Es zeigte sich, dass diese beratende Komponente zuverlässig arbeitet: In 88 Prozent der Fälle entsprachen die Ratschläge ärztlichen Empfehlungen. Und bei fast 1.500 Empfehlungen lag das System nicht ein einziges Mal falsch.

EU/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

DASH-Diät steigert die Lebenserwartung

Die Ernährungsform wurde speziell für Bluthochdruck-Patienten entwickelt.

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Eine aktuelle Studie hat die Erfolgsquote von Dampfern und Nicht-Dampfern verglichen.

HIV: Monatliche Spritze statt Pillen

Eine Injektion könnte die tägliche Tabletteneinnahme ersetzen.

Was das Leben um 7 Jahre verlängert

Eine neue Studie zeigt, was die Lebenserwartung verlängert.

Abnehmen: Auf diese Mahlzeit kommt es an

Wann und wie häufig wir essen, spielt bei einer Diät eine wichtige Rolle.

Impfung gegen Mückenspucke im Test

Die Impfung könnte vor Malaria, Gelbfieber und Zika schützen.

Führen Antibiotika zu Geburtsfehlern?

Einige Wirkstoffe könnten dem ungeborenen Baby schaden.

Aortendissektion wird oft nicht erkannt

Die Symptome ähneln denen eines akuten Herzinfarktes.

Beugen Darm-Viren Typ-1-Diabetes vor?

US-Forscher finden einen Virenstamm, der das Diabetes-Risiko verringert.

Warum bei Diabetes die Zähne leiden

Eine neue Studie zeigt einen bisher unbekannten Zusammenhang.

Versteckte Viren verstärken MS

Herpesviren lösen Multiple Sklerose nicht aus, können aber den Verlauf beeinflussen.

Hände verraten viel über Selbstkontrolle

Wie man sich entscheidet, ist oft schon vorher an den Händen zu erkennen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen