Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Herz: Energy-Drinks verändern das EKG

Aktuelles

Dose mit Energy-Drink

Energy-Drinks können unter Umständen den Herzrhythmus stören.
© beugdesign - Fotolia

Fr. 22. März 2013

Herz: Energy-Drinks verändern das EKG

Energy-Drinks können unter Umständen den Herzrhythmus stören und den Blutdruck erhöhen, warnen US-amerikanische Wissenschaftler auf einer Tagung der American Heart Organisation in New Orleans. Besonders Menschen mit Herzproblemen sollten vorsichtig sein.

Anzeige

Die Forscher hatten Daten aus sieben Studien analysiert, um zu untersuchen, wie sich diese als leistungssteigernd beworbenen Getränke auf die Herzgesundheit auswirken. Dabei fanden sie heraus, dass sich die elektrische Aktivität der Herzmuskeln, die sich mit Hilfe eines EKG aufzeichnen lässt, verändert: Das sogenannte QT-Intervall der Herzstromkurve war bei Personen, die ein bis drei Dosen Energy-Drinks getrunken hatten, um zehn Millisekunden verlängert. Eine Verlängerung dieses Intervalls kann zu schweren Herzrhythmusstörungen oder sogar zum plötzlichen Herztod führen. "Ärzte sind allgemein besorgt, wenn das QT-Intervall bei Patienten um 30 Millisekunden verlängert ist", sagt Sachin A. Shah, Hauptautor der Studie.

Die Forscher fanden zudem bei einer Gruppe von rund 130 Teilnehmern heraus, dass Energy-Drinks den oberen Blutdruckwert, systolischer Wert genannt, im Mittel um 3,5 Punkte erhöhten. "Menschen mit Bluthochdruck oder einer Krankheit, die Long-QT-Syndrom genannt wird, sollten mit Energy-Drinks vorsichtig sein", warnt Shah. Außerdem, merkt der Pharmazeut an, seien die analysierten Studien bei gesunden, jüngeren Menschen zwischen 18 und 45 Jahren durchgeführt worden. Bei Personen mit Gesundheitsproblemen oder älteren Menschen könnten sich die Energy-Drinks vielleicht sogar noch stärker auf das Herz auswirken.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Ausdauertraining schärft den Verstand

Das gilt auch für junge Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Wer Sport treibt, isst gesünder

Forscher haben einen interessanten Zusammenhang gefunden.

Schlafmangel macht schmerzempfindlich

Wer nicht ausreichend schläft, empfindet Schmerzen sehr viel stärker.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen