Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Angst belastet krankes Herz zusätzlich

Aktuelles

Mittelalter Mann im roten Poloshirt greift sich mit besorgter Mine ans Herz

Herzkranke, die depressiv sind und zusätzlich unter Ängsten leiden, haben ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Tod.
© detailblick - Fotolia

Mi. 20. März 2013

Herzkranke: Früherer Tod durch Angst plus Depression

Herzpatienten, die unter Depressionen oder Ängsten leiden, sterben im Schnitt früher als Herzkranke, die seelisch unbelastet in den Tag gehen. Eine Kombination von beidem erhöht die Sterblichkeit noch zusätzlich, berichten US-Forscher.

Anzeige

Das Risiko für einen vorzeitigen Tod sei für Herzkranke mit Ängsten allein demnach verdoppelt. Komme zusätzlich noch eine Depression hinzu, liege die Wahrscheinlichkeit, früher zu sterben, sogar dreimal so hoch, berichten die Wissenschaftler im Journal of the American Heart Association. Damit konnten sie nun einen negativen Einfluss von Ängsten belegen, der für Depressionen schon gut erforscht war. "Viele Studien hatten bereits gezeigt, dass Depressionen bei Patienten mit Herzkrankheiten mit einem früheren Tod in Zusammenhang stehen", sagt Lana Watkins, Hauptautorin der Studie von der Duke University in Durham. Deshalb empfehlen Herzexperten aus den USA schon länger, dass Ärzte gerade bei Herzpatienten auf Depressionen achten und diese behandeln sollten. Wie sich Ängste auswirken, sei bisher jedoch meist unberücksichtigt geblieben, so die Forscher.

Dabei beeinflussen Depressionen und Ängste die Lebenserwartung in ganz unterschiedlicher Weise. "Menschen, die sich ständig Sorgen machen, leiden häufiger unter Schlafstörungen und entwickeln öfter Bluthochdruck", so Watkins. Bei Depressionen bestehe dagegen eine engere Verbindung zu ungesundem Verhalten, wie der ungenauen Einnahme von Medikamenten, Rauchen oder Bewegungsmangel. Angst spielt daher eine andere, aber ebenso wichtige Rolle wie Depressionen. Künftige Studien sollten Ängste in das Behandlungskonzept miteinbeziehen, so die Forscher. "Medikamente gegen die Angst in Kombination mit einem Stress-Management könnten Herzpatienten mit Ängsten helfen, während Personen mit Angst und Depression vielleicht eine intensivere Behandlung benötigen", so Watkins.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Gelenkflüssigkeit verursacht Schmerz

Arthrose-Patienten quält offenbar nicht allein der Verschleiß ihrer Gelenke.

Therapie gegen Ebola in Sicht

Eine Studie im Kongo verlief so gut, dass sie vorzeitig abgebrochen werden konnte.

Überlebensvorteil dank Tumor-Bakterien

Beim Krebs der Bauchspeicheldrüse scheinen bestimmte Keime eine wichtige Rolle zu spielen.

Schlechter Schlaf: Was hält uns wach?

Alkohol, Koffein, Nikotin - Forscher haben untersucht, welche Substanzen den Schlaf stören.

Krafttraining lindert Schaufensterkrankheit

Betroffene leiden beim Gehen oft unter heftigen krampfartigen Schmerzen.

Depression bei jungen Patienten behandeln

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Psychotherapie besser hilft als Antidepressiva.

Tripper einfach aushungern?

Eine neue Therapie könnte eine Alternative zu Antibiotika sein, die immer häufiger versagen.

Psoriasis gefährdet auch die Psyche

Patienten mit Schuppenflechte leiden häufiger unter psychiatrischen Erkrankungen.

Weniger Hautkrebs durch Vitamin A

Wer durch Obst und Gemüse viel Vitamin A zu sich nimmt, erkrankt seltener an Hautkrebs.

Säureblocker könnten Allergien auslösen

Medikamente, die etwa bei Sodbrennen helfen, bergen einige Risiken.

Psoriasis-Therapie hilft auch dem Herz

Biologika, die bei Schuppenflechte eingesetzt werden, nützen auch dem Herzen.

Neuer Therapieansatz bei Haarausfall

Im Vergleich zu anderen Methoden wachsen durch die neue Therapie deutlich mehr Haare.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen