Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Nanostäbchen helfen 10.000-mal effektiver

Aktuelles

Nanopartikel greifen Krebszellen an.

Stäbchenförmige Nanopartikel sollen Krebszellen weitaus effektiver bekämpfen.
© Peter Allen

Fr. 01. März 2013

Krebs: Nanostäbchen helfen 10.000-mal effektiver

Stäbchen statt Kugeln: Eine veränderte Form der Nanoteilchen verbessert die Zielgenauigkeit von Krebsmitteln. Dies berichten US-amerikanische Bioingenieure in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Science (PNAS). Sie hatten sich bei der Entwicklung der neuen Nanostäbchen von der Natur inspirieren lassen.

Anzeige

"In der Natur sind viele wichtige Partikel wie Viren, Bakterien, rote Blutkörperchen oder Blutplättchen nicht kugelförmig", sagt Samir Mitragotri von der University of California in Santa Barbara. Ihre besondere Form spiele eine wichtige Rolle für ihre Funktion. Dies führte zu der Idee, bei chemotherapeutischen Mitteln die Form der Nanopartikel von kugelig zu stabförmig zu verändern. In Tests mit menschlichen Brustkrebszellen zeigte sich, dass Medikamente durch die veränderte Form bis zu 10.000-mal besser gezielt zu den Krebszellen gelangten und an diese abgegeben wurden.

Das Problem bisheriger Krebsmedikamente sei, dass sie sich oft in der Leber, der Lunge und der Milz ansammelten, statt bei den Krebszellen, so Mitragotri. Dies liege unter anderem an ineffektiven Wechselwirkungen mit der Hülle der Krebszellen. Durch ihre Erkenntnisse könnte der Wirkungsgrad von Krebstherapien verbessert werden – bei weniger Nebenwirkungen, hoffen die Forscher.

Grundlage für das Design der stabförmigen Nanopartikel waren das Chemotherapeutikum Camptothecin, das mit dem Antikörper Trastuzumab, der ebenfalls in der Therapie spezieller Krebsformen eingesetzt wird, beschichtet wurde. Die so beschichteten Nanostäbchen hemmten das Wachstum von Brustkrebszellen 10.000-mal besser als der Antikörper alleine und 10-mal besser als Camptothecin alleine.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tanzen schützt Herz und Gehirn

Zwei Studien zeigen die diversen Vorteile von Tanzsport auf die Gesundheit.

Magersucht ist auch genetisch bedingt

Die Ursache für die Krankheit liegt offenbar auch in den Genen.

H1N1-Impfung: Risiko für Babys?

Forscher haben Kinder untersucht, deren Mütter in der Schwangerschaft gegen Schweinegrippe geimpft wurden.

CT nach kurzer Ohnmacht ist unnötig

Trotzdem erhalten viele Patienten eine Computertomografie des Schädels.

Nahrungsergänzung: Was ist sinnvoll?

Forscher haben viele Studien ausgewertet und kommen zu einem ernüchternden Ergebnis.

Was Kinder von Trickfilmen lernen

Zeichentrickfilme können Werte und Sprachfertigkeiten vermitteln.

Sport immer zur gleichen Uhrzeit?

Es lohnt sich, für das Training feste Zeiten am Tag einzuplanen.

Schon fünf Zigaretten pro Tag sind tödlich

Raucher haben ein dreifach höheres Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben.

Schützt Intervallfasten vor Diabetes?

Für eine gewisse Zeit auf Nahrung zu verzichten, hat mehrere Vorteile für die Gesundheit.

Hoher Blutdruck durch Vitamin-D-Mangel?

Unterversorgte Babys haben im späteren Leben ein höheres Risiko für Bluthochdruck.

Enkelkinder vor Arzneimitteln schützen

Viele Großeltern denken nicht daran, ihre Tabletten an sicheren Orten aufzubewahren.

Soziales Engagement für das Gehirn

Soziale Kontakte und ehrenamtliche Arbeit könnten für Senioren besonders wichtig sein.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen