Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Augenärzte hoffen auf Nanoteilchen

Aktuelles

Großaufnahme Frau bei der Applikation von Augentropfen

Augentropfen sind heutzutage oft hoch dosiert, weil die Tränenflüssigkeit sie schnell verdünnt.
© PeJo - fotolia

Sa. 02. März 2013

Nanoteilchen: Neuartige Augentropfen sind verträglicher

Nanomedizin lautet das Zauberwort auf dem größten Augenmedizinkongress Deutschlands, der jetzt in Düsseldorf stattfindet. Winzigste Teilchen, die helfen sollen, Erkrankungen wie trockene Augen, Grüner Star oder Netzhautschäden zu behandeln.

Anzeige

Das griechische Wort nanos bedeutet Zwerg. Und diese Zwerge gehören zu den Hoffnungsträgern in der Augenheilkunde. Die Nanomedizin hat das Potenzial, die Behandlung schwerer Augenkrankheiten entscheidend zu verbessern, Nebenwirkungen zu reduzieren und neue Therapien zu ermöglichen. Ein Ansatz: Arzneistoffe in die Hornhaut einzuschleusen. "Auf diese Weise lassen sich innovative Augentropfen entwickeln, die die Verfügbarkeit der Medikamente im Auge deutlich erhöhen", erklärt Dr. Thomas A. Fuchsluger von der Universitäts-Augenklinik Düsseldorf. "Herkömmliche Augentropfen enthalten hohe Wirkstoff-Konzentrationen, weil Lidbewegungen und Tränenfluss die Arznei verdünnen. Bis das Medikament wirken kann, ist schon ein großer Anteil von der Augenoberfläche verschwunden", berichtet der Augenarzt. Doch die hohen Konzentrationen können zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.

Fuchsluger: "Aktuell werden Augentropfen mit Nanopartikeln entwickelt, die den Wirkstoff genau dorthin bringen, wo er benötigt wird." Sie sollen mit geringeren Konzentrationen auskommen und wären damit deutlich verträglicher. Zudem müssten die Patienten sie nicht so oft anwenden, so die Erwartung. "Beispielsweise Entzündungen der Augenoberfläche könnten auf diese Weise schonend und wirksam behandelt werden."

PEF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Glaukom: Implantate gegen Erblindung

Grüner Star kann seit kurzem mit einer minimal-invasive Operation behandelt werden.

Immunsystem ändert sich bei Schwangeren

Eine neue Studie zeigt: Die Veränderungen lassen sich präzise vorhersagen.

Entsteht Hautkrebs aus Muttermalen?

Das ist nicht die Regel. Viel häufiger zeigen sich Melanome als neue Flecken auf der Haut.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen