Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Hautausschläge verwirren Ärzte

Aktuelles

Patientin und Ärztin im Gespräch

Bei Hautkrankheiten sollte man den geschulten Blick eines Spezialisten, also des Hautarztes, in Anspruch nehmen.
© Fotowerk - Fotolia

Fr. 08. März 2013

Selbst Ärzte verwechseln Hautausschläge

Manche Hautkrankheiten sind auf den ersten Blick offenbar auch für Ärzte zum Teil nur schwer zu unterscheiden. Dies offenbart eine US-amerikanische Studie am Beispiel der Wundrose, einer bakteriellen Hautentzündung. Demnach waren an vier Universitätskliniken in den USA im Schnitt dreiviertel der diagnostizierten Wundrosen schlicht falsch.

Anzeige

Ein Erysipel, wie die Wundrose in der Fachsprache heißt, ist ein Hautausschlag, der durch Bakterien verursacht wird. Diese können durch kleinste Verletzungen wie eingerissene Mundwinkel oder offene Stellen der Zehenzwischenräume eindringen und sich über Lymphbahnen ausbreiten. Typisch sind rötliche Hautschwellungen oft im Gesicht oder an den Unterschenkeln, die jucken oder schmerzen können und gemeinsam mit geschwollenen Lymphknoten sowie Anzeichen einhergehen, die einem grippalen Infekt ähneln. Gefährdet sind am ehesten Menschen mit arteriellen Durchblutungsstörungen oder Venenschwäche.

Am häufigsten wurde die Wundrose mit zwei anderen Hautausschlägen verwechselt, dem Stauungsekzem und der Kontaktdermatitis, berichtete Lauren Strazzula von der Universität von Massachusetts auf einer Hautärzte-Tagung in Miami Beach. Diese sehen zwar ähnlich aus, führen aber meist nicht zu einer so starken Vermehrung weißer Blutkörperchen wie bei der Wundrose. Das Stauungsekzem wird durch schlechte Venen verursacht, die Kontaktdermatitis ist dagegen eine Hautreaktion, bei der die Haut auf den Kontakt mit einer allergieauslösenden Substanz reagiert. Anders als die Wundrose, werden diese Ausschläge nicht mit Antibiotika behandelt. Die Studienleiter empfehlen daher, bei Hautkrankheiten den geschulten Blick eines Spezialisten, des Hautarztes, in Anspruch zu nehmen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

JQ1 lässt Hodenkrebs schrumpfen

Ein neuer Arzneistoff wirkt im Tierversuch bei schwer behandelbaren Krebsformen.

Arzneistoff-Duo dreht Krebs den Saft ab

Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Diabetesmittel Metformin.

Empfindliche Keime trotzen Antibiotika

Eine Art Nachbarschaftshilfe sorgt dafür, dass manche Bakterien überleben.

Teenagerdiäten fordern Familie heraus

Die Diät kann vor allem an Feiertagen diverse Probleme beschwören.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen