Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Wie Akupunktur gegen Stress hilft

Aktuelles

Frau liegt auf dem Bauch und wird an der nackten Schulter akupunktiert

Die Akupunktur stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin und wird dort seit Jahrtausenden angewendet.
© DAK/Wigger

Do. 14. März 2013

Wie Akupunktur gegen Stress hilft

Akupunktur wird häufig eingesetzt, um chronischen Stress zu behandeln. Und das offenbar mit Erfolg, so die Erfahrung vieler, die diese alte chinesische Methode anwenden. Warum die feinen Nadeln bei Stress helfen und was genau sie bewirken, haben US-Wissenschaftler der Georgetown Universität in Washington in einer Reihe von Studien untersucht.

Anzeige

Die Ergebnisse ihrer neuesten Studie legen nahe, dass mit Hilfe der Akupunktur bestimmte Hormone, deren Menge bei chronischem Stress ansteigt, verringert werden können. Außerdem werde die Produktion eines Eiweißstoffs, der mit der "Kampf-oder-Flucht-Reaktion" bei akutem Stress zusammenhängt, gehemmt. Das berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Journal of Endocrinology. "Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass Akupunktur einen schützenden Effekt bei Stressreaktionen haben kann", so Studienautorin Ladan Eshkevari.

Für ihre Akupunktur-Forschung hatten die Wissenschaftler einen zehntägigen Versuch mit gestressten und nicht gestressten Ratten durchgeführt. Der Stress wurde dadurch hervorgerufen, dass die Tiere eine Stunde am Tag winterlichen Temperaturen ausgesetzt wurden. Statt der traditionellen Nadeln verwendeten die Forscher Elektroakupunktur. Ein Teil der Ratten erhielt keine Akupunktur, andere erhielten eine Scheinakupunktur nahe am Schwanz und bei wieder anderen wurde ein spezieller Punkt, der sogenannte Zusanli, stimuliert. Dies ist ein Akupunkturpunkt, der unterhalb des Knies liegt und dem ein weites Wirkungsspektrum zugeschrieben wird, darunter auch Stress.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Entwarnung für Paracetamol

Eine Studie widerlegt die Annahme, dass Paracetamol in der Schwangerschaft dem Baby schadet.

Alkohol schädigt auch Abstinenzler

Alkoholkonsum birgt Risiken - nicht nur für denjenigen, der selbst trinkt.

Neuer Wirkstoff senkt hohes Cholesterin

Bempedoinsäure könnte Patienten helfen, die keine Statine vertragen.

Psychische Probleme bei Jüngeren steigen

Experten führen das auf die vermehrte Nutzung von digitalen Medien zurück.

Zu viel Hygiene fördert Resistenzen

In sehr sterilen Umgebungen bilden sich resistente Keime eher.

Schwanger: Jede Zigarette ist riskant

Während und kurz vor der Schwangerschaft zu rauchen, erhöht das Risiko für einen plötzlichen Kindstod.

Schönheitsoperationen werden beliebter

Vor allem Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen werden immer häufiger durchgeführt.

Neue Therapie bei Darmentzündungen?

Die Behandlung könnte vor allem Personen mit schweren Symptomen helfen.

Tripper: Wenn Antibiotika versagen

In Europa werden häufiger Erreger gefunden, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr helfen.

Mehr Snacks wegen Social Media?

Instagram & Co wirken sich offenbar auf das Essverhalten von Teenagern aus.

HIV: Patient nach Behandlung virenfrei

Ärzte hatten zuvor eine Stammzellentransplantation durchgeführt.

Schlaganfall: Höheres Gewicht hat Vorteile

Wer mehr Kilos auf die Waage bringt, überlebt einem Schlaganfall offenbar eher.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen