Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Zeitumstellung kann dem Körper schaden

Aktuelles

Junge Frau liegt im Bett und langt an einen Wecker auf dem Nachttisch

Gut, dass die Zeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag umgestellt wird. Da kann die eine Stunde, die verloren geht, besser nachgeholt werden, indem man einfach etwas länger liegen bleibt.
© Volker Witt - Fotolia

Sa. 30. März 2013

Zeitumstellung: Trotz Sommerzeit im Rhythmus bleiben

Die innere Uhr des Menschen ist fein justiert. Nachtmenschen, sogenannte "Eulen", gehen abends spät zu Bett und schlafen morgens gerne lange. Sie leiden oft besonders unter der Umstellung auf die Sommerzeit, die dieses Jahr in der Nacht vom 30. auf den 31. März stattfindet.

Manch einer ist wegen der einen Stunde, die die Uhr vorgestellt wird, für Tage oder gar Wochen morgens anhaltend müde, leidet unter Schlafstörungen, Verdauungsproblemen und Konzentrationsschwäche. Dass diese Beschwerden tatsächlich mit der Zeitumstellung zusammenhängen, zeigte der Münchner Chronobiologe Till Roenneberg mit einer Umfrage. Er und seine Kollegen werteten Fragebögen von rund 55.000 Personen aus. Das Ergebnis: Während der Sommerzeit passte sich die innere Uhr nicht mehr an die saisonalen Veränderungen der Morgendämmerung an.

Anzeige

Das bestätigte eine weitere Untersuchung, bei der das Schlafverhalten von 50 Personen über einen Zeitraum von acht Wochen dokumentiert wurde. Die acht Wochen lagen jeweils rund um die Zeitumstellungen auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit. Wieder eindeutig: Der inneren Uhr der Teilnehmer gelang es nur ansatzweise, sich an die Sommerzeit anzupassen. Noch ernster ist der Anstieg der Krankenhauseinlieferungen wegen eines Herzinfarkts an den drei Tagen nach der Zeitumstellung. Forscher haben eine Steigerung von 25 Prozent ermittelt.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, den Organismus im Vorfeld an die Sommerzeit zu gewöhnen. Am besten, indem man bereits einige Tage vor der Umstellung früher zu Abend isst und zeitiger als sonst zu Bett geht. Das Schlafzimmer sollte verdunkelt sein. Gegen Schlafstörungen helfen ein abendliches warmes Bad mit beruhigenden Zusätzen oder auch pflanzliche Mittel aus der Apotheke, die Baldrian, Melisse oder Hopfen enthalten. Daneben eignen sich Entspannungsübungen wie die Muskelentspannung nach Jacobson. Kinder reagieren empfindlicher auf die verstellte Zeit. Ihnen hilft es, wenn sie morgens mehr Licht abbekommen. Denn Licht und Dunkelheit haben den größten Einfluss auf die innere Uhr.

IW

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fisch schützt vor Herzkrankheiten

Arten, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, stehen am besten zweimal pro Woche auf dem Tisch.

Ehe: Streit schadet der Gesundheit

Spannungen mit dem Partner wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Depression häufig bei Hashimoto

Depressionen und Angst können mit einer Erkrankung der Schilddrüse zusammenhängen.

Darm: Joghurt dämpft Entzündungen

Möglicherweise könnte dieser Effekt helfen, Darm-Erkrankungen vorzubeugen.

Antibiotika verändern, wie Impfungen wirken

Die Medikamente greifen offenbar in den Aufbau der Immunabwehr ein.

Ingwer lindert Erbrechen bei Kindern

Eine Studie zeigt einen guten Effekt der asiatischen Wurzel bei Magen-Darm-Infekt.

Darmflora mischt bei Arteriosklerose mit

Bestimmte Darmbakterien sind offenbar an der Entstehung der Arterienverkalkung beteiligt.

Kohlenhydrate bei Diabetes minimieren?

Forscher haben einen alten Ansatz für die Therapie von Typ 1-Diabetes aufgegriffen.

Fast Food mindert die Fruchtbarkeit

Frauen, die oft Burger & Co essen, brauchen offenbar länger, um schwanger zu werden.

Ernährung beeinflusst Menopause

Bestimmte Lebensmittel verschieben offenbar das Einsetzen der Wechseljahre.

Was ist an Krebs-Mythen dran?

Über mögliche Risikofaktoren kursieren Gerüchte, für die es keine Beweise gibt.

Männer: Was der Händedruck verrät

Die Stärke des Händedrucks verrät einiges über den Beziehungsstatus eines Mannes.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Typ 2 Diabetes: Umfrage zu Risiken

Sie sind an Typ 2 Diabetes erkrankt? Was wissen Sie über Ihr Herzrisiko? Das will die International Diabetes Federation (IDF) in einer groß angelegten, globalen Umfrage herausfinden. Jetzt teilnehmen!
Mehr erfahren

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Diabetes

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Diabetes lesen Sie aponet.de viel Wissenswertes rund um die Behandlung von Diabetes: Viele Informationen, Checklisten, Selbsttests und eine Umfrage speziell für Typ-2-Diabetiker.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen