Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Impfung kann Gürtelrose verhindern

Aktuelles

Grauhaariger, alter Mann mit nacktem Oberkörper fasst sich mit der Hand an die Brust

Eine Gürtelrose tritt oft im Bereich des Brustkorbes auf.
© Peter Maszlen - Fotolia

Mi. 10. April 2013

Gürtelrose-Impfung verhindert die Hälfte der Fälle

Eine Impfung gegen Gürtelrose, einer äußerst schmerzhaften Erkrankung von Haut und Nerven, kann in vielen Fällen helfen, den Krankheitsausbruch bei älteren Menschen zu verhindern und Komplikationen zu vermeiden. Zu diesem Schluss kommen Forscher in der Zeitschrift PLOS Medicine.

Anzeige

Ein Impfstoff gegen Herpes Zoster, wie die Gürtelrose im Fachdeutsch genannt wird, kann demnach das Risiko eines Krankheitsausbruchs selbst bei älteren Menschen über 65 Jahren um die Hälfte verringern. Zu diesem Ergebnis kamen Mediziner aus Großbritannien und den USA nach Analyse von über 700.000 Patientenakten. Darüber hinaus beugte die Impfung in rund 60 Prozent der Fälle auch einer mit der Gürtelrose einhergehenden Komplikation vor: lang anhaltenden Nervenschmerzen, die Betroffenen noch Monate bis Jahre nach Abklingen der eigentlichen Erkrankung das Leben zur Hölle machen können, der sogenannten postherpetischen Neuralgie. Weniger effektiv scheine die Impfung allerdings bei älteren Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu sein, schränken die Forscher ein.

Krankheitserreger der Gürtelrose ist das Varicella-Zoster-Virus, auf dessen Konto auch die Windpocken im Kinder- und Jugendalter gehen. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 350.000 Menschen an einer Gürtelrose, mehr als die Hälfte davon sind über 50 Jahre alt, wobei die Komplikation einer Neuralgie nach überstandener Gürtelrose mit zunehmendem Alter häufiger auftritt. Der Impfstoff ist zwar in Deutschland zugelassen, aber zurzeit nicht verfügbar. Er wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) noch nicht allgemein empfohlen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

5 Punkte, die vor Darmkrebs schützen

Jeder kann sein Darmkrebsrisiko senken, indem er auf einen gesunden Lebensstil achtet.

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Schützt die Pille vor Eierstockkrebs?

Auch neuere Präparate scheinen das Risiko bei jungen Frauen zu senken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen