Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Hörverlust auf Zeit schützt das Ohr

Aktuelles

Drei Rockgitarristen auf der Bühne, Publikum im Vordergrund

Gelegentliche Situationen mit starkem Lärm kann das Ohr bewältigen. Im Gegensatz zu Dauerbeschallung - dann nimmt das Ohr Schaden.
© Ingo Bartussek - Fotolia

Di. 16. April 2013

Lärm: Wie kurzzeitiger Hörverlust das Ohr schützt

Noch Stunden nach einem lauten Rockkonzert kann das Gehör beeinträchtigt sein. Doch anders als bisher gedacht, weise der kurzzeitige Hörverlust nicht auf eine Schädigung des Ohres hin, berichten Wissenschaftler im Fachblatt PNAS. Es handle sich dabei vielmehr um einen Schutzmechanismus.

Anzeige

Die Forscher aus Australien, Neuseeland und den USA hatten ihre Aufmerksamkeit dem sogenannten reversiblen Hörverlust gewidmet, einem Zustand, der sich nach einiger Zeit wieder umkehrt. In Versuchen mit Mäusen fanden die Wissenschaftler heraus, dass bei einem Anstieg der Lautstärke spezielle Stoffe freigesetzt werden, die zu dem zeitweiligen Hörverlust führen. Dieser stelle einen natürlichen Anpassungsmechanismus dar, der es der Hörschnecke im Innenohr erlaube, selbst bei Lärm auch weiterhin normal zu funktionieren, so die Forscher.

"Wir sind in der Lage, laute Geräusche auszuhalten, weil sich das Hörempfinden anpasst", so der Leiter der Studie, Gary Housley. Werde jedoch eine Obergrenze überschritten, könne das Gehör trotz der gefundenen Schutzmechanismen geschädigt werden. Diese Gefahr bestehe besonders bei tragbaren Musikgeräten, durch welche die Ohren einem wesentlich höheren Schallpegel ausgesetzt seien, als er natürlicherweise vorkomme, so Housley. Wichtig ist zudem die Frage, wie oft das Ohr Lärm ausgesetzt ist. Denn obwohl die Cochlea, wie die Hörschnecke im Fachjargon heißt, dazu in der Lage sei, gelegentliche Situationen mit starkem Lärm zu bewältigen, könne ständiger Lärm zu unumkehrbaren Schäden führen, warnen die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen