Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mittelmeerkost hält Gedächtnis in Form

Aktuelles

Alter Mann guckt verdattert und kratzt sich am Kopf

Der Leistungsfähigkeit des Gehirns scheint es gut zu tun, wenn häufig Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf dem Speiseplan stehen.
© damato - Fotolia

Di. 30. April 2013

Mittelmeerkost hält Gedächtnis in Form

Mit einer der größten Studien zum Zusammenhang zwischen mediterraner Ernährung und geistigen Fähigkeiten mehren sich die Hinweise, dass eine gesunde Mittelmeerkost gut für Gedächtnis und Denkleistung ist. Dies berichtet ein Team internationaler Forscher in der Fachzeitschrift Neurology.

Anzeige

Der Leistungsfähigkeit des Gehirns scheint es demnach gut zu tun, wenn häufig Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf dem Speiseplan stehen, wie sie in manchen Fischsorten, Pflanzenölen wie Leinöl oder Nüssen zu finden sind. Nur in Maßen sollten dagegen gesättigte Fettsäuren, die gehäuft in Fleisch und Wurst sowie Milchprodukten enthalten sind, verzehrt werden. "Für die meisten Krankheiten, die mit Demenz einhergehen, gibt es keine klar umrissenen Behandlungsmöglichkeiten", sagt Georgios Tsivgoulis, Neurologe an der Universität von Athen, Griechenland. "Deshalb spielen selbst beeinflussbare Verhaltensweisen, die das Auftreten von Demenz-Symptomen verzögern können, wie beispielsweise die Ernährung, eine sehr wichtige Rolle."

Die Forscher hatten für ihre Studie Ernährungsinformationen von knapp 17.500 Menschen ausgewertet. In Test waren zudem die Gedächtnisleistung und die Denkfähigkeit der Studienteilnehmer über einen Zeitraum von vier Jahren gemessen worden. Es zeigte sich, dass es bei jenen, die am ehesten einer mediterranen Ernährung folgten, fast 20 Prozent weniger häufig zu Problemen beim Denken oder mit dem Gedächtnis kam. Allerdings galt dieser Zusammenhang nicht für Menschen mit Diabetes, stellten die Forscher fest.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schwangerschaft verzögert MS

Bei Frauen, die ein Baby kriegen, treten Symptome einer Multiplen Sklerose erst später auf.

Medikament gegen Magersucht

Ein Leptin-haltiges Arzneimittel könnte Patienten helfen, die unter einer Essstörungen leiden.

7 Punkte senken den Blutdruck

Wer sie im mittleren Alter beherzigt, hat später ein deutlich niedrigeres Risiko für Bluthochdruck.

Wie ähnlich sind sich Depression und Angst?

Immunsystem und Fettstoffwechsel der Patienten zeigen deutliche Unterschiede.

Weniger Kalorien, längeres Leben

Wie die Ernährung und die Körpertemperatur die Lebensdauer beeinflussen.

Achtsames Atmen gegen Bluthochdruck

Langsames und bewusstes Atmen mildert Stress und könnte auch den Blutdruck senken.

Sprachtherapie nach Schlaganfall

Eine neue Studie zeigt, dass eine kurze und intensive Therapie nicht unbedingt die beste ist.

Schadet Bluthochdruck dem Gehirn?

Hohe Blutdruck- und Blutzuckerwerte könnten die Denkgeschwindigkeit verlangsamen.

Männer sind häufiger nachtaktiv

Männer und Frauen haben oft einen unterschiedlichen Tagesrhythmus.

Erkältung schützt vor der Grippe

Eine Erkältung bereitet das Immunsystem auch auf andere Viren vor.

Auch wenig Alkohol macht dick

Schon ein Glas Wein oder Bier pro Tag steht mit überflüssigen Kilos in Zusammenhang.

Erhöht Haarefärben das Krebsrisiko?

Forscher haben Frauen, die sich ihre Haare selbst zu Hause färben, über 30 Jahre lang beobachtet.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen