Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Pflanzenfarbstoffe schützen vor AMD

Aktuelles

Frau hält sich die Hände vor die Augen und guckt durch die Finger

Spezielle Pflanzenfarbstoffe wirken wie eine natürliche Sonnenbrille und können so vor einer altersbedingten Makula-Degeneration schützen.
© Rob Stark - Fotolia

Mi. 17. April 2013

Pflanzenfarbstoffe schützen vor Makula-Degeneration

Spezielle Pflanzenfarbstoffe können vor altersbedingter Makula-Degeneration (AMD) schützen, berichten Forscher der Universität Jena in der Fachzeitschrift JAMA Ophtalmology. Bei der AMD handelt es sich um eine Schädigung der Netzhaut, an der jeder Dritte über 60 erkrankt und die zu Sehverlust bis hin zum Erblinden führen kann.

Das Team aus Ernährungswissenschaftlern und Augenärzten hatte untersucht, wie sich die Gabe von Kapseln mit Lutein und Zeaxanthin über ein Jahr auf den Organismus, speziell die Augen, auswirkte. Bei diesen zwei Substanzen handelt es sich um natürliche Pflanzenfarbstoffe, die zur Gruppe der Carotinoide gehören. Im Auge wirken sie wie eine natürliche Sonnenbrille, weil sie das schädliche UV-Licht von der Netzhaut fernhalten. Höhere Konzentrationen dieser Farbpigmente finden sich im "gelben Fleck" auf der Netzhaut, der Macula lutea, der für scharfes Sehen verantwortlich ist. Da unser Körper die Pflanzenstoffe nicht selbst herzustellen vermag, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden. Besonders viel Lutein ist beispielsweise in Grünkohl, Spinat oder Brokkoli enthalten, besonders reich an Zeaxanthin sind Paprika oder Mais. Als Alternative sind ergänzende Präparate erhältlich.

Anzeige

Das Ergebnis der Studie zeigt: Schon nach einem Monat hatte sich durch die tägliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln die Menge an Lutein im Blutplasma deutlich erhöht. Dies wurde schon durch die geringere 10-Milligramm-Dosierung erreicht. Durch eine höhere Dosierung stieg der Lutein-Spiegel nur noch geringfügig an. Auch für die Makula konnten die Forscher zeigen, dass die optische Dichte der Farbpigmente durch die Gabe zusätzlicher Carotinoide anstieg.

Die gemessenen Mengen sollten ausreichen, die Netzhaut effektiv zu schützen, so die Forscher. Sie sind daher der Ansicht, dass Nahrungsergänzungsmittel mit den untersuchten Carotinoiden eine effektive Möglichkeit darstellen, das Auge bei einer Makula-Degeneration zu schützen beziehungsweise der Augenkrankheit vorzubeugen. Inwieweit dieser Schutzeffekt auch durch die Ernährung erreicht werden könne, müsse indessen noch weiter erforscht werden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Krebsrisiko: Wie heiß darf Tee sein?

Zu heißer Tee kann das Risiko für Speisenröhrenkrebs deutlich erhöhen.

Ampelsystem für mehr Nachhaltigkeit

Ein Ampelsystem überzeugt offenbar viele Menschen davon, gesunde und nachhaltige Speisen zu wählen.

Entwarnung für Paracetamol

Eine Studie widerlegt die Annahme, dass Paracetamol in der Schwangerschaft dem Baby schadet.

Alkohol schädigt auch Abstinenzler

Alkoholkonsum birgt Risiken - nicht nur für denjenigen, der selbst trinkt.

Neuer Wirkstoff senkt hohes Cholesterin

Bempedoinsäure könnte Patienten helfen, die keine Statine vertragen.

Psychische Probleme bei Jüngeren steigen

Experten führen das auf die vermehrte Nutzung von digitalen Medien zurück.

Zu viel Hygiene fördert Resistenzen

In sehr sauberen Umgebungen bilden sich resistente Keime eher.

Schwanger: Jede Zigarette ist riskant

Während und kurz vor der Schwangerschaft zu rauchen, erhöht das Risiko für einen plötzlichen Kindstod.

Schönheitsoperationen werden beliebter

Vor allem Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen werden immer häufiger durchgeführt.

Neue Therapie bei Darmentzündungen?

Die Behandlung könnte vor allem Personen mit schweren Symptomen helfen.

Tripper: Wenn Antibiotika versagen

In Europa werden häufiger Erreger gefunden, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr helfen.

Mehr Snacks wegen Social Media?

Instagram & Co wirken sich offenbar auf das Essverhalten von Teenagern aus.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Krank und was jetzt?

TreppenlifteHaben Sie sich schon einmal im Internet über Krankheiten und Therapien schlau gemacht?

Machen Sie mit bei der größten Befragung unter Patienten in Deutschland!

Anzeige

Service

Themenspecial: Gesunde Haut

Frau mit Hut im GrünenIm neuen Themenspecial "Gesunde Haut"
lesen Sie auf aponet.de viel Wissenswertes über die richtige Pflege für jeden Hauttypen.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen